Ausstellung und liturgischer Impuls Diözesanmuseum in Osnabrück feiert 100-jähriges Bestehen

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Im den Räumen des Bistumsarchivs wurde die „heilige Anna Selbdritt“ unter Federführung von Restauratorin Marita Schlüter und Kuratorin Friederike Dorner (links) reisefertig verpackt. Foto: PR/Hermann PentermannIm den Räumen des Bistumsarchivs wurde die „heilige Anna Selbdritt“ unter Federführung von Restauratorin Marita Schlüter und Kuratorin Friederike Dorner (links) reisefertig verpackt. Foto: PR/Hermann Pentermann

Osnabrück. Ein großes Jubiläum wirft seinen Schatten voraus: Das Diözesanmuseum Osnabrück wird am 28. August 100 Jahre alt. In den letzten Wochen des Ersten Weltkriegs gegründet, hat das Haus eine wechselvolle Geschichte erlebt.

Das Museum plant ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit Tagen der offenen Tür am ersten Septemberwochenende und einem liturgischen Impuls am Montag, 3. September, im Dom. Mit der Geburtstagsausstellung „Vom Dachboden ins rechte Licht gerückt“ will das Museum seine „bemerkenswerten Depotbestände“ vorstellen, wie es in der Ankündigung heißt.

Zu diesen Kostbarkeiten gehören auch die beiden Tafelbilder der „Heiligen Sippe“ und der „Anna Selbdritt“ von 1484, die einst den Hochaltar des Domes zierten. Im Verlauf der Ausstellung soll die heilige Anna restauriert werden, während ihre Rückseite mit der Heiligen Sippe schon 2013 für eine Sonderausstellung im Landesmuseum Kloster Dalheim hergerichtet wurde. Beide Malereien gehörten ursprünglich zu einer Tafel, die im 19. Jahrhundert in der Mitte auseinandergesägt und deren farbliche Fehlstellen ergänzt worden waren.

Restaurierungszustände werden dokumentiert

Restauratorin Marita Schlüter hat inzwischen das Tafelgemälde in Osnabrück abgeholt, um in ihrer Werkstatt mit den Arbeiten zu beginnen. In der Sonderausstellung wird vom 1. September an ein gleichgroßes Foto unterschiedliche Restaurierungszustände dokumentieren und bis zum Ausstellungsende sollen der Fortgang der Arbeiten für Museumsbesucher durch Filmsequenzen dokumentiert werden. Das restaurierte Original wird schließlich zum Jahresende als einer der Höhepunkte in der diesjährigen Weihnachtsausstellung zu sehen sein.

Neben den Werken aus dem eigenen Depot erwartet das Museumsteam zur Jubiläumsausstellung Leihgaben des Kölner Museums Schnütgen, die ursprünglich einmal zum eigenen Bestand gehörten und mit diesem im engen Zusammenhang stehen: so etwa die Apostel Jakobus und Matthäus, die einst den Lettner des Osnabrücker Domes bekrönten.

Tage der offenen Tür

Am Wochenende nach dem eigentlichen Gründungstag öffnet das Diözesanmuseum seine Pforten für „Tage der offenen Tür“. Die Besucher können das Haus am Samstag, 1. September, und Sonntag, 2. September, in einem umfangreichen Programm erleben, an dem sich auch der Osnabrücker Jugendchor sowie die Restauratoren Anne-Sophie Hinnüber-Eysing und Roland Grändorf beteiligen. Bischof Franz-Josef Bode wird anlässlich des Jubiläums am Sonntagmorgen um 10 Uhr im Dom einen Pontifikalgottesdienst feiern.

Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten ist am Montag, 3. September, um 18 Uhr ein als „liturgischer Impuls“ geplanter Festakt – ebenfalls im Dom. Bereits zur Osnabrücker Kulturnacht am 25. August werden das 4,80 hohe und 3,30 Meter breite Altarbild „Hommage à la Trinité“ von 2016 und acht zwei Meter messende kreisrunde Malereien aus einem Marienzyklus des französisch-koreanischen Dominikanerpaters Kim En Joong der Kathedrale für zwei Wochen einen farbintensiven zeitgenössischen Raumeindruck verleihen.

Eine elfteilige Vortragsreihe thematisiert von September bis März Geschichte und Gegenwart des Hauses, dessen herausragende Stücke im nationalen und internationalen Ausstellungsbetrieb nach Angaben des Museums immer wieder als Leihgaben angefragt werden.


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