Brückenbau mit Behinderten Kunstprojekt an der Osnabrücker Horst-Koesling-Schule

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Osnabrück. Angehende Heilerziehungspfleger des Berufsbildungswerks Osnabrücker Land haben gemeinsam mit den Kindern der Horst-Koesling-Schule und Künstler Christoph Seidel ein zweiwöchiges Kunstprojekt durchgeführt.

„Neue Kunst von heute“, das ist eine Brücke aus Holz und Kartonage, das sind bunte Bilder, das sind Fotos und das ist das aktive Erleben mit Textilien. Die Schüler der Horst-Koesling-Schule (HKS), einer Tagesbildungsstätte der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, haben unter fachkundiger Anleitung genau das geschaffen.

Kunstprojekt

Dazu hatte die Klasse Heilerziehungspflege 27 des Berufsbildungswerks Osnabrücker Land (BBW) mit der Schule ein gemeinsames zweiwöchiges Kunstprojekt in Kooperation mit dem Kunst-Container der HHO auf die Beine gestellt. Die angehenden Heilerziehungspfleger waren dazu zunächst eine Woche im Kunst-Container zu Gast und entwickelten dort die Workshops, die sie in der zweiten Woche mit den Kindern der HKS umsetzen konnten.

Künstler Christoph Seidel arbeitet schon seit sieben Jahren im Kunst-Container. „Das sind allerdings meist Erwachsene, die länger dort arbeiten und langfristigere künstlerische Ziele haben“, meinte er. Von den Ideen des Heilerziehungspfleger-Nachwuchses hat er sich aber sofort anstecken lassen. „Das war etwas vollkommen Neues“, freute er sich. „Wir hatten keine Ahnung, was passiert.“

Brückenbau

Besonders begeistert hat Seidel, dass die Schüler das Projekt selbst organisiert haben. „Wir mussten Ansätze für Kinder in den verschiedenen Altersgruppen finden“, erklärten Pauline Kelbing und Jacquline Paulenz die Aufgabe der Gruppe. Paulenz hatte dabei die Idee, eine Brücke zu gestalten. „Die Brücken sollen symbolisch sein. Alle sollten an etwas Großem zusammenarbeiten.“ Zudem stehe die Brücke für eine Verbindung zwischen Menschen ohne Behinderung mit Behinderten. Bei der Arbeit entstand dann auch der Hashtag #kunstschafftbrücken, unter dem die Arbeiten in den sozialen Medien präsentiert wurden. Über die Brücke laufen kann aber niemand. Dafür ist das Kunstwerk dann doch zu fragil. Insgesamt war das gesamte Programm ein bewusst prozessorientiertes Arbeiten.

„Ästhetische Erziehung ist ein Teil der Ausbildung“, sagte auch Jutta Schlochtermeyer, Schulleiterin des BBW. Durch die Kooperation mit der HKS hätten die angehenden Heilerziehungspfleger die Möglichkeit, dieses Thema auch praktisch umzusetzen. „Wir wussten nicht, ob das funktioniert“, gab auch Schlochtermeyer zu. Allerdings hätten ihre Schüler so die Möglichkeit gehabt, Verantwortung zu übernehmen und diese auch genutzt.


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