Warzenschwein und Moorenten Neue Tierbabys im Osnabrücker Zoo

Von Viktoria Koenigs

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Osnabrück. Endlich wieder Tierbabys im Osnabrücker Zoo. Nachdem es lange keinen Nachwuchs bei den Warzenschweinen gab, kam nun vor vier Wochen ein neues Ferkel zur Welt. Bei den Moorenten flitzt nun erstmals auch ein Küken durch das Gehege. Das freut den Zoo besonders, denn die seltene Entenart gilt als vom Aussterben bedroht, teilte der Zoo mit.

Nikita heißt das Warzenschweinferkel, das bis vor Kurzem in seiner „Wurfbox“ vor den neugierigen Blicken der Besucher versteckt wurde. Inzwischen tollt der noch namenlose Nachwuchs zum ersten Mal mit den Eltern Siggi und Marlene sowie dem einjährigen Bruder Smartie auch über die Außenanlage. Die Familie findet man in der Afrika-Tierwelt „Takamanda“.

Ähnlich beschützt war auch das Moorentenküken nach der Geburt. Seine Voliere betraten bisher nicht einmal die Pfleger, damit der seltene Nachwuchs nicht unnötig aufgeschreckt wird. Insgesamt leben im Zoo nun drei Moorenten und das knapp vier Wochen alte Küken. Besucher können sie in ihren Volieren rechts von der Pinguinanlage bei der Eulen-Steinskulptur entdecken.

Schwierige Geschlechtsbestimmung

Viele Jahre gab es bei den Warzenschweinen keinen Zuwachs mehr in Osnabrück. Bis 2017 das erste Ferkel zur Welt kam. Zum großen Glück der Tierpfleger hat es vor vier Wochen eine kleine Schwester bekommen. Ob es sich beim Nachwuchs um ein Männchen (Eber) oder Weibchen (Bache) handelt, habe sich zunächst nicht leicht feststellen lassen. Denn die Mütter beschützen ihre Kinder besonders am Anfang vehement. „Daher konnten wir in der ersten Zeit nur beobachten und hoffen, das Geschlecht aus der Ferne ausmachen zu können“, heißt es in einer Mitteilung des Zoos.

Das neue Moorentenküken ist eine besondere Überraschung für den Zoo. Die Tierart ist vom Aussterben bedroht und das Küken die erste Moorente, die je in Osnabrück zur Welt kam. Mit dem Nachwuchs unterstützt der Zoo das Projekt „Wiederansiedlung der Moorenten am Steinhuder Meer“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). „Wir hoffen, dass wir in Zukunft helfen können, eine Population in ihrem ursprünglichen Lebensraum wieder aufbauen zu können“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück.


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