Neues Projekt auf Parzelle 117 Der Kleingartenverein Süd hat jetzt einen Begegnungsgarten

Von Robert Schäfer

Das Tor steht offen im Begegnungsgarten des Kleingärtnervereins Süd. Foto: Thomas OsterfeldDas Tor steht offen im Begegnungsgarten des Kleingärtnervereins Süd. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. In der Kleingartenanlage Süd wurde am Sonntag der Begegnungsgarten "Sonnenwinkel" mit Kaffee und Kuchen eröffnet. Der "Garten für alle" ist bereits das zweite Projekt, das der Kleingartenverein Süd e.V. gemeinsam mit dem Jugendprojekt Outlaw und terre des hommes durchgeführt hat.

Mehrere Wochen hatten die Mitglieder des Kleingartenvereins Süd die Parzelle Nummer 117 direkt am Wald aufgeräumt und Müll und Schutt muldenweise aus der Anlage geschafft. Nun war es am Sonntag endlich so weit: Der neue Begegnungsgarten konnte offiziell eingeweiht werden. Denn obwohl der Verein stets eine hohe Nachfrage nach den Parzellen am Bröckerweg hat, finden die Mitglieder immer Zeit, Ressourcen und vor allem den Platz, sich für das Gemeinschaftliche zu engagieren und sich gleichzeitig für neue Gruppen der Bevölkerung zu öffnen.

Nachdem der Verein schon sehr gute Erfahrungen mit dem Flüchtlingsprojekt „Querbeet“ in seiner Anlage gemacht hatte, sollte nun ein weiteres soziales Projekt angestoßen werden. „Der Begegnungsgarten soll genau das sein, ein Ort, an dem sich die unterschiedlichsten Menschen begegnen können“, stellte Anne Bröer, die Vereinsvorsitzende des Kleingartenvereins,  das Projekt vor. Wie schon bei "Querbeet" kooperiert der Verein mit der Jugendhilfeorganisation Outlaw und terre des hommes.

Im Garten gibt es Hochbeete, einen Sandkasten, Sitzecken und sogar einen Basketballkorb. Also jede Menge Platz zum Spielen, Plaudern, Singen oder was auch immer man gern in Gesellschaft tut. „Das kann ein Ort zum Kartenspielen werden, ein Platz, an dem sich Alleinerziehende mit ihren Kindern treffen oder wo auch mal ein Kindergeburtstag gefeiert werden kann“, schlug Bröer nur einige der möglichen Verwendungen des Gartens vor.

Ideen gebe es genug, jetzt müsse der Begegnungsgarten mit Leben gefüllt werden. Zu den ersten Nutzern werden auch die Kinder aus dem Kindergarten St. Ansgar aus Nahne gehören. Sie werden hier von Zeit zu Zeit vorbeischauen und spielen. „Wir wollen hier mit den Kindern auch mal ein Insektenhotel bauen oder ähnliche Aktionen starten“, so Böer. Vielleicht helfen die Kleinen ja auch mit, die Beete des Gartens anzulegen und zu pflegen. Besonders die Stein- und Kräuterbeete müssen noch fertig angelegt und dann erhalten werden.

Das Angebot richtet sich bewusst an alle, nicht nur die Vereinsmitglieder. „Jeder ist hier willkommen“, sagte Böer am Sonntag. Zunächst werde der Garten jedoch nur geöffnet, wenn Anfragen vorliegen, eine spontane Nutzung ist nicht möglich. Dies könne sich vielleicht aber noch ändern. „Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, können wir uns auch vorstellen, dass der Garten irgendwann im Sommer zwischen 8 und 20 Uhr geöffnet ist“, so Böer. Dafür wäre es toll, wenn sich für den Garten ein ehrenamtlicher Hausmeister finden könnte. Der könnte sich dann nicht nur um kleine Arbeiten rund um die Anlage kümmern, sondern auch die Schlösser öffnen.

Wer den Begegnungsgarten nutzen möchte oder vielleicht als Hausmeister an dem Projekt mitarbeiten möchte, sollte sich direkt mit dem Kleingartenverein Süd (Tel.  0160 33 85 173 oder 0541 53422) in Verbindung setzen.


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