Einsatzkräfte insgesamt zufrieden Auftakt zum Schlossgarten-Open-Air friedlich – Vereinzelt Taschendiebe

Von Claudia Sarrazin


  Osnabrück. Bei perfektem Festivalwetter – 22 Grad, Sonnenschein, leichte Brise – startete das Schlossgarten-Open-Air am Freitag. Die Fans von Fiddler’s Green, den Donots und den Dropkick Murphys’s feierten friedlich, und eine Reihe von ihnen zog später zur Aftershow-Party in den Rosenhof weiter.

Einlass in den abgesperrten Festivalbereich des Schlossgartens war bereits ab 16 Uhr, um Schlangen und Gedränge vor dem Konzertbeginn um 18 Uhr zu vermeiden. Gegen 17 Uhr standen nur wenige Festivalbesucher an den Eingängen an.

Schlossgarten-Open-Air 2018: Die schönsten Bilder aus dem Publikum

Wespenstiche und umgeknickte Füße

Auch die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, und die Sanitäter waren entspannt. Tobias Wulftange, Einsatzleiter der Polizei, Olaf Sidortschuck, Leiter Streckendienst der Stadtwerke Osnabrück, und der Einsatzleiter der Feuerwehr Eckhard Spelbrink freuten sich auf den Abend und hofften, dass es ruhig bleibt.

Anette Thanheiser von den Johannitern stellte mit Blick auf die heißen Temperaturen der vergangenen Wochen fest: „Das Wetter ist gut für uns – und für die Besucher natürlich auch.“ Zwar hatten ihre Kollegen einige Wespenstiche und umgeknickte Füße zu behandeln, doch „insgesamt war es sehr ruhig“, stellte sie fest, als die Fans nach Konzertende das Gelände verließen. Dem stimmte der Einsatzleiter der Feuerwehr zu: „Das war top, wir hatten gar nix, die Sicherheitslage war entspannt.“

Diebstähle und friedliche Besucher

Auch der Einsatzleiter der Polizei berichtete, es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben: „Auf dem Gelände war es friedlich.“ Lediglich im Bereich zwischen Schloss und Stadthalle habe es einige Störenfriede und in diesem Zusammenhang sieben Platzverweise sowie zwei Ingewahrsamnahmen gegeben. Außerdem habe jemand versucht mit einer gefälschten Eintrittskarte auf das Festivalgelände zu kommen. Wulftange fügte hinzu: „Mit Beginn des Auftritts der Dropkick Murphys’s hat es zahlreiche Diebstähle gegeben.“ Er ging davon aus, dass diese von einer Gruppe verübt wurden, die die Dunkelheit sowie das Fanverhalten ausnutzte. Denn vor der Bühne war die Stimmung gut, die Fans tanzten viel und manche ließen sich über die Menge tragen. Körperkontakt bleibt da nicht aus, und wer denkt in dem Moment schon an flinke Finger, die es auf die Geldbörse abgesehen haben? Insgesamt zog Wulftange dennoch ein positives Fazit und wünschte den Besuchern am Samstag einen ebenso „friedlichen Festivalabend wie heute“.

Headliner ziehen, die anderen sind auch gut

Zufrieden erschienen die Zuschauer am Freitag auf alle Fälle: Zwar ließ die Anzahl der Fan-T-Shirts darauf schließen, dass die meisten wegen der Dropkick Murphys gekommen waren. Doch auch die anderen Bands wurden gefeiert.

(Freitag beim Schlossgarten-Open-Air 2018: Wie war die Musik?)

Mehr Männer als Frauen

Davon abgesehen bestätigte der Blick ins Publikum, was die Veranstalter schon anhand des elektronischen Kartenvorverkaufs im Vorfeld erkennen konnten: Am Freitag war mehr als die Hälfte der Besucher männlich. Außerdem fiel auf, dass eine Reihe der Dropkick-Murphys-Fans stilecht im Kilt gekommen waren. Ansonsten war der Dresscode recht einheitlich: (Fan-)T-Shirt und Jeans oder kürzere Hosen. Das war im VIP-Bereich nicht anders als vor der Bühne, was zur Folge hatte, dass die Servicekräfte mit ihren frisch gebügelten weißen Hemden und Blusen zwischen den Punkrockfans ein wenig überkandidelt wirkten. 

Die Party geht weiter

Nach dem Konzertabend zogen naturgemäß viele Fans weiter – am Unikeller jedoch zumeist vorbei. Dies könnte unter anderem daran gelegen haben, dass laut Ticketverkauf die Festivalbesucher am Freitag aus einem Umkreis von durchschnittlich 80 Kilometern kamen – viele daher die Kneipe am Schloss nicht kannten und unbemerkt daran vorbei liefen. Bei der Aftershowparty im Rosenhof für die auf der Bühne noch Werbung gemacht worden war, war das anders: Die meisten Besucher kamen direkt vom Schlossgarten und die Musik war auf die Konzerte abgestimmt. Viele Rockklassiker und Songs der Festivalbands standen auf dem Programm, wobei Titel wie „Rose Tattoo“ besonders viele auf die Tanzfläche zog.


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