ADFC-Fahrradklima-Test 2018 Wie fahrradfreundlich ist Osnabrück?

Von Jörg Sanders

Foto: David EbenerFoto: David Ebener

Osnabrück. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und das Bundesverkehrsministerium wollen es erneut wissen: Wie fahrradfreundlich sind die deutschen Städte und Gemeinden? Schwerpunkt der bundesweiten Umfrage ist diesmal die Familienfreundlichkeit des Radverkehrs.

Auch Osnabrück wird in diesem Jahr wieder dabei sein. Diesmal beschäftigt sich die Umfrage erstmals genauer mit dem Thema Familien und Kinder, um die Familienfreundlichkeit der Städte und Gemeinden herauszuarbeiten, teilte der ADFC mit. Insgesamt werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt.


Bewertung bis Ende November möglich

Die Umfrage läuft vom 1. September bis 30. November 2018 auf www.fahrradklima-test.de. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. Die Ergebnisse präsentiert der ADFC im Frühjahr 2019. Das Land Niedersachsen hatte Osnabrück im vergangenen Jahr bereits als fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet.

Schlechtes Ergebnis bei vergangener Umfrage

Beim vergangenen Fahrradklima-Test im Jahr 2016 hatte Osnabrück mit der Note 4,2 das bislang schlechteste Ergebnis eingefahren. In der Kategorie 100.000 bis 200.000 Einwohner belegte die Stadt den 25. Platz von 38 Plätzen – landesweit gar den letzten. Allerdings hatten lediglich 267 Personen Osnabrücks Fahrradfreundlichkeit bewertet. 2014 hatte Osnabrück die Note 3,9 erhalten, 2012 eine 3,74. Nachbar Münster hatte in der Kategorie Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern den ersten Platz erreicht.

Förderung durch Bundesverkehrsministerium

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. Das Bundesverkehrsministerium fördert die Umfrage aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) mit rund 195.000 Euro.


Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2016

Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern:

  1. Platz: Münster (Nordrhein-Westfalen) 
  2. Platz: Karlsruhe (Baden-Württemberg) 
  3. Platz: Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) 

Städte, die sich beim Thema Fahrradfreundlichkeit seit 2014 stark verbessert haben: Bochum, Wuppertal, Augsburg

Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern:

  1. Platz: Göttingen (Niedersachsen) 
  2. Platz: Hamm (Nordrhein-Westfalen) 
  3. Platz: Erlangen (Bayern) 

Stark verbessert: Pforzheim, Regensburg, Offenbach am Main

Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern:

  1. Platz: Bocholt (Nordrhein-Westfalen)
  2. Platz: Nordhorn (Niedersachsen) 
  3. Platz: Wesel (Nordrhein-Westfalen) 

Stark verbessert: Marburg, Hanau, Menden

Kleinstädte mit weniger als 50.000 Einwohnern:

  1. Platz: Reken (Nordrhein-Westfalen) 
  2. Platz: Wettringen (Nordrhein-Westfalen) 
  3. Platz: Heek (Nordrhein-Westfalen) 

Stark verbessert: Baunatal (Hessen), Gevelsberg (Nordrhein-Westfalen), Zirndorf (Bayern)

Beim Fahrradklima-Test 2016 hatten 120.000 Bürger teilgenommen und 539 Kommunen beurteilt.

Mehr Infos: Das sind Deutschlands fahrradfreundlichste Städte

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN