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10.08.2018, 13:38 Uhr SITUATION IN DER REGION OSNABRÜCK

Zahlen zur Altersfalle bei Frauen sind alarmierend

Von Sandra Dorn


Vor allem Frauen sind von Altersarmut bedroht. Foto: dpa/Jens KalaeneVor allem Frauen sind von Altersarmut bedroht. Foto: dpa/Jens Kalaene

Osnabrück. Die Zahlen sind alarmierend. Auch wenn sicher nicht alle 25.000 Frauen in Stadt und Landkreis Osnabrück, die grundsätzlich von Altersarmut bedroht sind, später einmal tatsächlich betroffen sein werden: Das Risiko besteht - und das ist vielen nicht bewusst.

Es ist erstaunlich, wie sehr das traditionelle Rollenbild, wonach die Frau zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert, in unserer Region immer noch verankert ist. Und dass vielen Frauen zu spät bewusst wird, dass eine Ehe keine Altersversorgung ist. 

Die Bertelsmann-Stiftung hat vor einem Jahr erhoben, dass die Quote der Frauen, die im Rentenalter auf Grundsicherung angewiesen sind, zwischen 2015 und 2036 von 16 auf knapp 28 Prozent steigt. 

Einzig und alleine mit besserer Aufklärung wird die Altersfalle nicht zu beseitigen sein. Frauen aus gut situierten Verhältnissen können sicherlich noch gegensteuern, indem sie sich um eine vernünftige private Rentenversicherung oder den Wiedereinstieg in den Job kümmern. Doch was ist mit all denjenigen, die sich  von Teilzeit- oder Minijob zu Minijob hangeln, weil sie schlicht und ergreifend keinen besser bezahlten und sozialversicherungspflichtigen Arbeitplatz finden? Darauf ist das Rentensystem nicht vorbereitet. 


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