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09.08.2018, 14:20 Uhr KOMMENTAR

SPD-Kreisfraktion sollte Jusos stärker einbinden

Kommentar von Jean-Charles Fays

Die Jusos fordern die SPD-Kreistagsfraktion dazu auf, zur schrittweisen Annäherung zwischen Stadt und Landkreis Osnabrück beizutragen. Montage: Martens/LandwehrDie Jusos fordern die SPD-Kreistagsfraktion dazu auf, zur schrittweisen Annäherung zwischen Stadt und Landkreis Osnabrück beizutragen. Montage: Martens/Landwehr

Osnabrück. SPD-Kreistagsfraktionschef Thomas Rehme muss sich ankreiden lassen, dass er den Nachwuchs vernachlässigt hat. Seit mehr als einem Jahr ist Claas Oltmer bereits Vorsitzender der Jusos im Osnabrücker Land. Seither hat Rehme laut Oltmer noch nicht einmal die Zeit gefunden, mit ihm zu sprechen. Das ist ein fataler Fehler. Ein Kommentar.

Gerade in Zeiten, in denen es die politischen Parteien ohnehin schwer haben, die Jugend für sich zu gewinnen, ist diese Ignoranz schlichtweg nicht nachvollziehbar. Die Sozialdemokraten im Landkreis haben eine Verjüngungskur bitter nötig. Nur ein SPD-Kreistagsmitglied ist jünger als 40, der Altersschnitt in der Fraktion liegt deutlich über 50. Rehme sollte daher eigeninitiativ deutlich machen, dass ihm die Ideen und Impulse der Jusos wichtig sind.

SPD-Kreistagsfraktion sollte Kritik als Warnung verstehen

Die öffentliche Kritik sollte die SPD-Kreistagsfraktion als Warnung verstehen, bevor der Nachwuchs der eigenen Partei frustriert den Rücken zukehrt. Rehme ist gefragt, Oltmer und andere Juso-Mitglieder deutlich stärker einzubinden.


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