Neumarkt bleibt Sorgenkind Schlosswall beim Stickstoffdioxid nun auf Kurs der EU-Vorgabe

Von Jörg Sanders

Der Passivsammler am Neumarkt. Foto: Michael GründelDer Passivsammler am Neumarkt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Weniger Stickstoffdioxid im Juli: Durch vergleichbar geringe 36 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/m³) ist der Schlosswall nun auf Kurs der EU-Vorgabe. Auch am Neumarkt sank der Wert – der derzeitige Jahresmittelwert liegt aber weiterhin deutlich über dem Soll von maximal 40 Mikrogramm am Jahresende.

NO2-Werte am Schlosswall: 36 Mikrogramm maß die Station zur Überwachung der Luftqualität am Schlosswall, wie aus vorläufigen Zahlen des Lufthygienischen Überwachungssystems Niedersachsen hervorgeht. Im laufenden Jahr war der Wert nur im Juni mit 32 Mikrogramm geringer gewesen. 

Der maximale Ein-Stunden-Mittelwert betrug im Juli 145 Mikrogramm.

NO2-Werte am Neumarkt: Für den Neumarkt liegen nun Werte für den Juni vor. In der ersten Monatshälfte betrug der Mittelwert 43,8 Mikrogramm, in der zweiten 36,9.

Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Umwelt, führte die geringere Belastung auf die Sommerferien zurück. Sie hatten in Niedersachsen am 28. Juni begonnen. Die Juli-Werte müssten folglich noch besser sein, weil auch NRW seit Mitte Juli Ferien hat, mutmaßt Gerdts.

NO2-Jahresmittelwerte: Der Jahresmittelwert am Neumarkt lag bis Ende Juni bei 47,7 Mikrogramm. Am Schlosswall betrug der Ende Juli 40 Mikrogramm – dem exakt erlaubten Jahresmittelgrenzwert der EU.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) pocht auf die zeitnahe Einhaltung des Grenzwerts und droht mit einer Klage. Sie fordert Dieselfahrverbote auch in Osnabrück.

Schlechte Luft, drohende Klagen, Dieselfahrverbote? Fragen und Antworten zum Thema finden Sie hier.


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