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Ausdauersport und Autos meiden Erneut hohe Ozonwerte in Osnabrück und Emsland

Von Jörg Sanders

Die Ozonkonzentration hat am späten Dienstagnachmittag die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. Foto: imago/Jan EifertDie Ozonkonzentration hat am späten Dienstagnachmittag die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. Foto: imago/Jan Eifert

Osnabrück. Die Ozonkonzentration in Osnabrück und im Emsland hat am späten Dienstagnachmittag die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten.

Dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim (GAA) zufolge hatte der 1-Stunden-Mittelwert für Ozon den Informationswert in den Regionen Osnabrück, Emsland, Jadebusen und Ostfriesland von 17 Uhr bis 20 Uhr überschritten. In den Abendstunden ist mit einer Abnahme der Konzentration zu rechnen.

Informationspflicht ab 180 Mikrogramm

Ab einem Wert von 180 Mikrogramm binnen einer Stunde muss das GAA informieren. Die Leistungsfähigkeit der Menschen kann ab diesem Wert beeinträchtigt werden – insbesondere bei sensiblen und Menschen mit Vorerkrankungen. Körperliche Anstrengungen wie Joggen sollten in die frühen Morgenstunden verlegt werden. Das GAA rät ferner von Fahrten im Auto ab. Stattdessen sollten öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.

Warnung ab 240 Mikrogramm

Ab einem Wert von 240 Mikrogramm muss das GAA die Bevölkerung warnen. Diese Warnung gilt dann für alle Menschen – unabhängig von Alter und Gesundheitszustand. Denn ab einem Wert von etwa 200 Mikrogramm können Symptome wie Tränenreiz und Kopfschmerzen auftreten.

Auch am 4. Juli und 20. Juli sowie am 3. August war diese Informationsschwelle in Osnabrück überschritten, teilweise mehrere Stunden hintereinander.

Viel Sonne und Hitze: Ist Ozon in Osnabrück ein Problem?


Ozonwerte

Informationsschwelle: ab 180 µg/m³ binnen einer Stunde 

Alarmschwelle: ab 240 µg/m³ binnen einer Stunde

Zielwert: maximal 120 µg/m³ binnen acht Stunden

Überschreitungen: maximal 25 (gemittelt über die vergangenen drei Jahre) von 120 µg/m³ binnen acht Stunden

Bei Überschreiten der Informations- und Warnschwelle informiert das Land Kommunen und Rundfunkanstalten. Aktuelle Werte gibt es zudem auf www.luen-ni.de .

Für Smartphones gibt es eine App, die aktuelle Messwerte bereitstellt. Hier finden Sie die Links zu den Apps: www.umwelt.niedersachsen.de/luft/app/luen-app-113149.html

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