Kostenloses Angebot Buchung und Fahrt: Neue E-Lastenräder der Stadtwerke Osnabrück im Test

Von Jörg Sanders


Osnabrück. Seit Anfang August verleihen die Stadtwerke Osnabrück drei E-Lastenräder. Buchung und Nutzung sind kostenlos. Unsere Redaktion hat beides getestet.

Drei Lastenräder stehen in der Gartlage-Süd. Die Nutzung ist kostenlos, weil der Bund die Räder fördert. Nach Ende der Pilotphase soll der Service kosten.

Die Buchung: Die Buchung erfolgt online über die Seite www.swo.de/lastenrad. Vor der Buchung ist eine Registrierung erfolgreich. Hierzu ist die Angabe der Personalausweisnummer erforderlich, die bei der Übergabe des Rads abgeglichen wird. Die Angabe der Kontodaten ist freiwillig, solange das Angebot kostenlos ist.

Für den Buchungsvorgang gibt der registrierte Kunde das gewünschte Datum und die gewünschte Zeit ein. Sofort sieht er, ob das Rad in der Zeit verfügbar ist. Ist das der Fall, ist das Rad mit wenigen Klicks gebucht. Die Nutzung ist ab 18 Jahren erlaubt.

Manko: Es gibt bereits vereinzelt Nutzer, die die Räder gleich für mehrere Wochenenden hintereinander buchen, was dem Gedanken des Bike-Sharings widerspricht. Die Stadtwerke wollen das System gegebenenfalls anpassen.

Die Übergabe: Die Räder stehen bei Tara unverpackt am Wittekindplatz, bei dm an der Bohmter Straße sowie am Hotel Westerkamp an der Bremer Straße. Dort erhalten die Kunden Schlüssel für Rad und Akku, ein großes Faltschloss und auf Wunsch einen Helm. Ein kurzer Check (Reifen, Schäden etc.) erfolgt vor der Übergabe. Danach kann losgeradelt werden.

Franziska Ohnheiser (r.) von Tara und Tara-Mitarbeiterin Jessica Reyelts übergeben das E-Lastenrad. Vorher wird das Rad gecheckt. Foto: Jörn Martens

Die Fahrt: Wer noch nie ein Lastenrad gefahren ist, braucht womöglich ein paar Minuten zur Gewöhnung und ein paar Kilometer, bis er sich sicher fühlt. Die Lastenräder fahren deutlich schwammiger als ein normales Rad. Der Wendekreis ist groß (im Stand lässt sich das Vorderrad um 90 Grad einschlagen), das Rad ist schwer und lang. Anfangs erfordert es vielleicht sogar etwas Mut, eine Hand vom Lenker zu lassen um das Abbiegen anzuzeigen.

Es ist ungewohnt, ein solches Rad zu fahren, doch mit ein klein wenig Übung geht es recht schnell recht gut. Diese Erfahrung machte auch Videojournalist Nils Elixmann. Foto: Jörn Martens

Das bieten die Räder: Nach der Gewöhnung an das große Gefährt macht die Fahrt schlichtweg Spaß. Drei Modi bietet die E-Unterstützung: Eco, Smart und Sport. Im Eco-Modus ist die Unterstützung vergleichsweise gering, im Sportmodus stark – das Rad beschleunigt an der Ampel sehr schnell. Der Modus entscheidet zugleich über die Reichweite des Akkus. 

Drei Modi lassen sich einstellen: Eco, Smart und Sport. Die Modi entscheiden über den Grad der Unterstützung und die Reichweite des Akkus. Foto: Jörn Martens

Bis zu 25 km/h unterstützt der Motor. Schneller lassen sich die Räder aus eigener Kraft aufgrund des Gewichts kaum bewegen. Dafür lassen sich dank des Motors auch Steigungen problemlos bewältigen.

Der Motor. Fährt man im Sportmodus, geht es an der Ampel schnell voran. Foto: Jörn Martens

Acht Gänge bietet die hochwerte Shimano-Alfine-Schaltung. Die Scheibenbremsen packen fest zu, auch mit Zuladung. 

Die Bremsen packen kraftvoll zu. Foto: Jörn Martens

Und die Zuladung ist nicht ohne: Zwei Getränkekisten lassen sich in der Kiste unterbringen. Mit 180 Kilogramm – inklusive Fahrer – darf das Rad beladen werden.

Zwei Getränkekisten passen problemlos hinein. Foto: Jörn Martens

Auch zwei Kinder (bis 8 Jahre) lassen sich mit dem Rad transportieren. Sie können angeschnallt werden.

Zwei Kinder finden ebenfalls Platz auf dem Rad. Foto: Jörn Martens

Die Maßnahmen für den Bereich „Gartlage Süd” werden gefördert vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz für den Radverkehr”. Die Lastenräder kosten rund 5000 Euro pro Stück.


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