Viel Arbeit Alle Baustellen an Osnabrücker Schulen sind im Plan

Von Dietmar Kröger

Der Bau der Sporthalle am Graf-Stauffenberg-Gymnasium kann nach umfangreichen Erdarbeiten jetzt beginnen. Foto: Gert WestdörpDer Bau der Sporthalle am Graf-Stauffenberg-Gymnasium kann nach umfangreichen Erdarbeiten jetzt beginnen. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Die Sommerferien sind vorbei, die Bauarbeiten an vielen Osnabrücker Schulen gehen weiter. Und das nicht, weil die Handwerker geschludert hätten, sondern weil viele der Maßnahmen so umfangreich sind, dass sie innerhalb der Ferien nicht umzusetzen sind.

Ein Beispiel ist die Stüveschule im Stadtteil Schinkel, die einen Aufzug erhält, der das fünfstöckige Gebäude nach Abschluss der Bauarbeiten barrierefrei erschließen wird. „Wir standen vor einer großen Herausforderung“, sagt Ludger Rasche, Leiter des Fachdienstes Hochbauten im städtischen Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement. Das hat sich schon in den Planungsarbeiten widergespiegelt, die sich über zwei Jahre hinzogen, weil ein solch massiver Eingriff in eine bestehende Bausubstanz erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt. 

Ebenerdig wird der Aufzug in einem vorhandenen Flachbau betreten, durch den er nach oben hin an der Außenfassade des Schulgebäudes hinauswächst. Der Bau des Aufzuges kostet 350.000 Euro und ist Teil der im Rahmen der Inklusion an der Stüveschule vorgenommenen Arbeiten, zu denen auch der Umbau von Klassenräumen unter akustischen Gesichtspunkten gehört, um hörgeschädigten Schülern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen. Die wesentlichen Rohbauarbeiten enden kurz nach den Sommerferien, um dann mit den Ausbauarbeiten und der eigentlichen Installation des Aufzuges zu beginnen. Die Arbeiten werden zu Ende der Herbstferien abgeschlossen.


An der Stüveschule wird ein Fahrstuhl angebaut. Foto: Gert Westdörp


Wenn auch nicht unbedingt auf Granit, so doch auf massives Gestein bissen die Bagger bei den Vorbereitungen zum Bau der neuen Sporthalle am Graf-Stauffenberg-Gymnasium (GSG). Die neue Halle, die sich das GSG mit der benachbarten Bertha-von-Suttner-Realschule und dem Vereinssport teilen wird, kostet die Stadt 5,4 Millionen Euro. Das Abtragen der Erdmassen war laut Rasche aufwendiger als ursprünglich gedacht, weil der Anteil an hartem Fels sehr hoch ist. Die Arbeiten seien bewusst in die Ferienzeit gelegt worden, so Rasche, weil die An- und Abfahrten der Lkw im Fünfminutentakt einen Unterricht unmöglich gemacht hätten. 

10000 Kubikmeter Material wurden in den Sommerferien für den Neubau abgetragen und zum Limberg gebracht, wo es zur Geländeauffüllung und für Baustraßen für die zukünftige Erschließung verwendet wird. Jetzt geht es mit den Rohbauarbeiten weiter. Zu Beginn des Winters beginnt dann der Innenausbau. Weil die Rampe neben der Halle zum neuen Haupteingang des Gymnasiums führt, kann die marode Treppe am bisherigen Eingang, der zwischen den beiden Schulen liegt, abgerissen werden. Die dadurch freiwerdende Fläche wird als Erweiterung des Schulhofes der Bertha-von-Suttner-Realschule genutzt. 

Und wie sieht es an der Grundschule in Hellern aus? „Seit März haben wir ideales Wetter zum Bauen“, sagt Rasches Kollege, Bauleiter Ralph Siebert. Ein Trakt der in die Jahre gekommenen Schule wird kernsaniert, ein zweiter wurde komplett abgerissen und wird nun neu aufgebaut. Die Rohbauarbeiten an diesem neuen Gebäude werden voraussichtlich in vier Wochen abgeschlossen sein. Anschließend bekommt der Neubau ein Dach und Fenster, ehe der Innenausbau mit der Installation der Gebäudetechnik und Sanitäranlagen ansteht. In dem neu errichteten Gebäude wird es eine Mensa und auch einen Aufzug geben. Weil es auf allen Etagen direkte Verbindungen zum noch vorhandenen Gebäude gibt, sind so alle Räume der Schule barrierefrei zu erreichen.


Das trockene Wetter kommt den Bauarbeiten an der Grundschule Hellern zugute. Foto: Michael Gründel


„Den Um- und Neubau hat der Eigenbetrieb Immobilien und Gebäudemanagement komplett selbst geplant“, unterstreicht Fachdienstleiter Rasche. „Das gilt auch für die Gebäudetechnik.“ Insgesamt kostet die Maßnahme rund sieben Millionen Euro. Eingerechnet ist auch die Erneuerung der Außenanlagen mit dem Schulhof, die den Abschluss der Bautätigkeit bilden wird. Zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 im kommenden Sommer können können Lehrer und Schüler ihre neue Schule beziehen.


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