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03.08.2018, 17:45 Uhr WECHSELNDE MEHRHEITEN

Debatte um Neumarkt-Busse lässt Fronten aufbrechen

Kommentar von Sandra Dorn

Im Oktober sollen die Endergebnisse der Studie über die Bussituation am Neumarkt vorliegen. Foto: Archiv/David EbenerIm Oktober sollen die Endergebnisse der Studie über die Bussituation am Neumarkt vorliegen. Foto: Archiv/David Ebener

Osnabrück. Neumarkt auf, Neumarkt zu, Busse ja, Busse nein, kommt das Center, oder kommt es nicht: Gibt es noch einen Osnabrücker, dem das ewige Hin und Her um den zentralen Platz nicht auf die Nerven geht?

Die frühe Positionierung der SPD gegen einen busfreien Neumarkt wirkt auf den ersten Blick wie ein: „Endlich haut mal jemand auf den Tisch.“ In Wahrheit jedoch ist sie dem langen Herumgeeiere nicht zuträglich. Warum preschen die Sozialdemokraten ausgerechnet jetzt so vor, wo die Machbarkeitsstudie doch noch gar nicht abgeschlossen ist? Das wirkt unausgegoren.

Interessant ist, was aus der Regenbogenkoalition wird – dem Bündnis aus SPD, Grünen, FDP, Linken und UWG/Piraten zur Sperrung des Neumarktes für den motorisierten Individualverkehr. Denn in der Busfrage geht ein Riss durch die bunte Zweckgemeinschaft – und plötzlich stehen FDP, UWG/Piraten und Linke der CDU/BOB-Gruppe wieder viel näher.

So ist das mit wechselnden Mehrheiten in diesem Rat. Die Neumarktdebatte ist in der Autofrage seit Jahren von völlig verhärteten Fronten geprägt. Wenn diese durch die Frage, was aus den Bussen wird, nun aufbrechen, kann das dem Neumarkt nur guttun.


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