Wasserversorgung wird zum Stresstest Stadt Osnabrück ruft Bürger auf, sorgsam mit Wasser umzugehen

Von Yannick Richter

Wegen der lang anhaltenden Hitze ruft die Stadt Osnabrück ihre Bürger dazu auf, sorgsam mit Wasser umzugehen. Foto: dpaWegen der lang anhaltenden Hitze ruft die Stadt Osnabrück ihre Bürger dazu auf, sorgsam mit Wasser umzugehen. Foto: dpa

Osnabrück. Die lang anhaltende Hitze und Trockenheit wirken sich vor Ort allmählich auf die Wasserversorgung aus. Die Stadt Osnabrück appelliert deshalb an ihre Bürger, sorgsam mit Wasser umzugehen.

"Von akuter Wasserknappheit ist noch keine Rede. Jedoch ist jeder Bürger dazu aufgerufen, sorgsam und bedacht mit Wasser umzugehen", lautet der Appell in einer am Freitagnachmittag veröffentlichen Pressemitteilung der Stadt. Noch laufe die Wasserversorgung der Stadtwerke stabil weiter, der erhöhte Wasserbedarf in der Stadt werde allmählich aber zum "Stresstest".

Wasserbedarf schnellt in die Höhe

Konkret liegt die Trinkwasserabgabe laut Auskunft der Stadt derzeit bei rund 42.000 Kubikmetern pro Tag. Üblicherweise beläuft sich der durchschnittliche Tagesbedarf der Stadt bei etwa 26.000 Kubikmeter Wasser. "Da die Trockenheit offensichtlich noch länger anhalten wird, muss mit dem Trinkwasser derzeit sparsam umgegangen werden", heißt es weiter. Deshalb sollen die Bürger ihren Wasserverbrauch im Garten so weit wir möglich reduzieren.

Hitze setzt Regenrückhaltebecken zu

Wie die Stadt weiter mitteilt, mache die lang anhaltende Hitze auch den Regenrückhaltebecken der Stadt zu schaffen. Bei diesen Gewässern handelt es sich um naturnah gestaltete technische Anlagen, über die Regenwasser von Straßen und Gehwegen kontrolliert abgeleitet und vorgeklärt werden. Der abnehmende Sauerstoffgehalt in den Gewässern sei eine große Herausforderung für die in ihnen lebenden Organismen. Wegen der Sauerstoffknappheit und der hohen Wassertemperaturen seien vor allem Fische zurzeit bedroht. Diese Situation werde verschärft, wenn Bürger Verbote ignorieren und die an den Becken lebenden Wasservögel füttern, da das verderbende Brot zur Sauerstoffarmut führe. Sobald es aufgrund der Hitze in einer der etwa 80 Regenrückhaltebecken zu einer Sauerstoffarmut kommt und ein Fischsterben droht, werde die Stadt handeln. Ein Bereitschaftsdienst ist eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0541/2002-2040 können sich Bürger bei Bedarf melden.


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