Weihnachtskarten für Kinder 50 Jahre Unicef in Osnabrück

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Die Leiterinnen Annekathrin Schlaack und Sabine Hafer blicken auf 50 Jahre Unicef in Osnabrück. Foto: Philipp HülsmannDie Leiterinnen Annekathrin Schlaack und Sabine Hafer blicken auf 50 Jahre Unicef in Osnabrück. Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. Seit 50 Jahren hilft die Unicef-Arbeitsgruppe in Osnabrück Kindern in aller Welt. Alles begann mit Weihnachtskarten, die mit dem Fahrrad verteilt wurden und deren Erlös auch heute Kindern zugute kommt. Ehrenamtliche organisieren zudem Benefizkonzerte, Aktionstage und Unterrichtseinheiten.

"Bei uns sehen Spender, wo ihr Geld hingeht", erklärt die Leiterin Sabine Hafer, "Denn wir tragen als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Verantwortung." Zusammen mit Annekathrin Schlaack leitet die Frau aus Hasbergen seit sieben Jahren die Arbeitsgruppe in Osnabrück.

Gegründet wurde die Arbeitsgruppe 1968 von Edith Schelle. Auf zahlreichen Reisen begegneten ihr das Elend der Kinder. Davon berührt, begann sie von ihrem heimischen Keller aus den Unicef-Grußkartenverkauf. Unterstützt vom Osnabrücker Frauenring wuchs die Arbeitsgruppe. Damals fuhren die Frauen mit dem Fahrrad herum, klingelten an Haustüren und legten die Karten in Apotheken und anderen Geschäften aus.

Viel Spendengeld durch Kartenverkauf

Der Grußkartenverkauf teilt sich heute die Aufmerksamkeit mit der Informationsarbeit und der Schularbeit. Qualifizierte Mitarbeiter halten Vorträge und führen Unterrichtseinheiten durch. Sie planen und setzen Aktionstage um und begleiten inhaltlich Benefizkonzerte sowie andere Spendenaktionen zugunsten von Unicef Hilfsprojekten. Diese Veränderungen gehen mit den sich wandelnden Informationsbedürfnissen der Menschen einher und sind stark an Unicef Deutschland und Unicef International angelehnt, so die Leiterinnen.

Der Versand der Karten erfolge deutschlandweit aus einem Zentrallager. Gleichzeitig bleibe der Weihnachtskarten-Stand in Osnabrück von Oktober bis Weihnachten unerlässlich, der seit 23 Jahren im Modehaus L&T einen Platz hat. Im letzten Jahr wurden rund 100.000 Euro Spendengelder in Osnabrück gesammelt, wovon ungefähr 40.000 Euro aus dem Kartenverkauf entstanden.

Broterlös gegen Hungersnot

"Die Menschen spenden gerne, wenn sie dafür auch etwas bekommen", sagt Schlaack. Im Mai brachte die Osnabrücker Bäckerinnung das Brot „Apfelblüte“ auf den Markt. Das Geld, das „Apfelblüte“ einspielt, wird für Ernährung und Bildung in akut von Hunger bedrohten Regionen wie etwa der Sahelzone verwendet.

Regelmäßig veranstaltet Unicef Sponsorenläufe, Ausstellungen oder Benefizkonzerte. "Gerade das Weihnachtskonzert "Swinging Christmas" war im letzten Jahr bombastisch", freut sich Hafer. Die Termine für dieses Jahr stehen schon fest. Die Benefiz-Konzerte sind am 15. und 16. Dezember in Lohne und am 8. und 9. Dezember in Osnabrück im Lutherhaus. Dieser Erfolg sei seit vier Jahren dem Ehepaar Niedderer zu verdanken. "Jeder Helfer und jede neue Idee sind herzlich willkommen", meint Schlaack.

Kinderrechte im Unterricht

2006 reiste Sabine Hafer mit Unicef nach Sambia. Thema der Projektreise war Aids und die Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaft. Ihre Erfahrungen und das Wissen vermittelte sie anschließend anderen Arbeitsgruppen und Schulen. Auch heute organisiert Unicef Unterrichtseinheiten und Bildungsprojekte. Inhalte wie Kinderrechte oder sauberes Wasser werden den Kindern dort vermittelt.

In Osnabrück sind circa 40 Personen ehrenamtlich für Unicef aktiv. Nach über 20 Jahren im Hinterhof des NDR, befinden sich die Büroräume seit vier Jahren in der Kleinen Gildewart 4 im Osnabrücker Zentrum. Dorthin sei jeder eingeladen, der helfen möchte.


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