Auf die sanfte Tour Kinder lernen Judo bei den Crocodiles kennen

Von Thomas Wübker

Den Judo-Trick „O Soto Gari“ lernten Kinder bei der Schnupperstunde bei den Crocodiles kennen. Foto: Thomas OsterfeldDen Judo-Trick „O Soto Gari“ lernten Kinder bei der Schnupperstunde bei den Crocodiles kennen. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Judo ist eine japanische Kampfsportart. Das Wort bedeutet übersetzt sanfter oder flexibler Weg. Auf die sanfte Tour bekommen am Dienstag 18 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren bei den Judo Crocodiles Einblick in die olympische Disziplin.

In zwei Reihen stehen sich die Kinder in der Halle gegenüber. Judo-Trainer Teja Ahlmeyer sagt ihnen, sie sollen ihr Gegenüber hinter eine Linie ziehen oder drücken, die etwa fünf Meter entfernt ist. Als es losgeht, ertönt kein Kampfgeschrei, sondern Lachen. Ein Junge zieht einen anderen am Bein über die Matte, ein Mädchen ein anderes an der Hand, zwei andere Jungen tragen eine Art Ringkampf aus. Nach Judo sieht das nicht aus.

„Die Übung dient dazu, dass die Kinder Körperkontakt aufbauen sollen und lernen, sich anzufassen. Generell hat alles, was Kinder in diesem Alter machen, wenig mit Judo zu tun“, erklärt Teja Ahlmeyer. Er sagt aber auch, dass das Alter zwischen sechs und zehn Jahren die beste Zeit für Kinder ist, Judo kennenzulernen.

Paula (8) hat schon mal beim OSC Judo ausprobiert. „Das ist nicht anstrengend“, meint sie und erzählt, dass sie mit einer Freundin in ihrer Klasse mal eine Mischung aus Judo und Tanz gemacht hat. So etwas gibt es auch in Wirklichkeit. Es heißt Capoeira und kommt aus Brasilien.

Beim Judo ist es wichtig, richtig zu fallen. Das üben die Kinder mit Teja Ahlmeyer aus dem Sitzen, aus der Hocke und aus dem Stehen. Obwohl der Boden in der Halle der Crocodiles gut gepolstert ist und die Kinder sanft fallen, müssen sie darauf achten, nicht mit dem Kopf aufzukommen und möglichst breit zu landen. Sie sollen sich breit mit den Handflächen und nicht mit den Ellbogen abstützen.

Schließlich zeigt Teja Ahlmeyer seinen jungen Schülerinnen und Schülern den ersten Judo-Trick: Den „O Soto Gari“. Dabei fasst ein Judoka den anderen am Arm und an der Schulter, „überholt“ mit einem Bein das des anderen und hakt sich in die Kniekehle des Partners ein, so dass er zu Fall gebracht werden kann.

Das klappt bei den Mädchen und Jungen natürlich nicht sofort. Bei manchen Paaren sieht es so aus, als würden sie in Zeitlupe miteinander tanzen. „Das soll auch kein Kampf sein, sondern ihr sollt den Trick miteinander üben und euch gegenseitig helfen“, sagt Teja Ahlmeyer. Beim Wettkampf gibt es Punkte dafür, wenn der Gegner zu Fall gebracht wird. Bei der Ferienpass-Aktion steht aber der Spaß im Mittelpunkt. Und das gilt auch beim nächsten Trick: Den Partner in den Schwitzkasten nehmen.

Mehr Infos über die Judo Crocodiles unter http://www.jc-os.de/.


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