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31.07.2018, 13:57 Uhr KOMMENTAR

Nettedrom entwickelt sich vom ungeliebten Kind zum Vorzeigeobjekt

Kommentar von Dietmar Kröger

Das Nettedrom fährt mit Vollgas in ein weiteres gutes Geschäftsjahr. Foto: David EbenerDas Nettedrom fährt mit Vollgas in ein weiteres gutes Geschäftsjahr. Foto: David Ebener

Osnabrück.. Die Verantwortlichen der Osnabrücker Stadtwerke haben stets an einen Erfolg ihrer Elektrokartbahn geglaubt. Um den Beweis ihrer Annahme antreten zu dürfe, mussten sie allerdings einige dicke Bretter bohren. Der Widerstand gegen das Projekt am Nettebad war groß. Die jetzt vorgelegten Zahlen dürften den Zweiflern den Wind aus den Segeln nehmen.

Dass sich sogar die Stadtwerke einer anderen norddeutschen Kommune für das Nettedrom interessieren und es eins zu eins nachbauen wollen, darf gerne als weitere Bestätigung des Osnabrücker Engagements gesehen werden. Ganz abgesehen davon, dass für die Kopie auch noch ein ansehnlicher Betrag gezahlt wird.

"Schuster bleib bei deinen Leisten", hieß es nach Bekanntwerden der Stadtwerkepläne 2015. Das städtische Unternehmen solle sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, den Nahverkehr und die Bäder organisieren und die Energieversorgung, so die Forderungen seinerzeit. Schön und gut. Aber wieviele Schuster gibt es heute noch?

Nun wären die Stadtwerke ohne Nettedrom sicherlich nicht Pleite gegangen, eine Einnahmequelle aber würde fehlen. Warum darauf verzichten? Niemand sollte vergessen, dass die Stadtwerke eben gerade für ihr Kerngeschäft, die Daseinsvorsorge, Geld brauchen. Es kann nicht verwerflich sein, wenn das Unternehmen versucht, dieses Geld außerhalb seines Kerngeschäfts zu verdienen.



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