Summer School 2018 Uni Osnabrück heißt Gäste aus aller Welt willkommen

38 Bewerberinnen und Bewerber aus 18 Ländern nehmen derzeit an den neunten International Summer Schools der Universität Osnabrück teil. Foto: Universität Osnabrück / Frank Muscheid38 Bewerberinnen und Bewerber aus 18 Ländern nehmen derzeit an den neunten International Summer Schools der Universität Osnabrück teil. Foto: Universität Osnabrück / Frank Muscheid

Osnabrück. 38 Bewerberinnen und Bewerber aus 18 Ländern wurden ausgewählt, vom 6. bis 29. Juli an den neunten International Summer Schools der Universität Osnabrück, die das International Office betreut, teilzunehmen. In den drei Summer Schools geht es um modernen Zellbiologie, interkulturellen Kompetenzen aus psychologischer Perspektive und um das deutsche Finanz- und Steuerrecht.

Die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School „Biomembranes and Cellular Microcompartments“ stellen sich unter der Leitung von Experten aus dem Fachbereich Biologie/Chemie zum Beispiel der Frage, wie die Mikroumgebung eines Proteins – das zelluläre Mikrokompartiment – das Leben von Organismen beeinflusst. Das Verständnis der Physiologie und Dynamik dieser Systeme ermöglicht neue Ansätze in der Medizin und Biotechnologie. „Mit der Summer School wollen wir internationale Talente als Masterstudierende und Promovierende gewinnen“, so so Prof. Dr. Joost Holthuis, Koordinator des Programms, über die Zielsetzung. Außerdem soll der Austausch von akademischen und kulturellen Erfahrungen angeregt werden. Heber Monge Arias, Masterstudent der Mikrobiologie an der University of Costa Rica, schätzt das Angebot der Summer School: „Für meine Masterarbeit erforsche ich die Zusammenhänge in zellulären Mikrokompartimenten. Hier in Osnabrück habe ich die Möglichkeit, mein Wissen über diesen faszinierenden Themenbereich zu erweitern.“

Interkulturelle Kompetenz

In der Summer School „Intercultural Competencies“ am Institut für Psychologie beschäftigen sich ebenfalls 14 internationale Gäste unter der Leitung von Studiendekan Prof. Dr. Karsten Müller und Transfermanagerin Shirin Betzler mit dem Thema der interkulturellen Kompetenz aus psychologischer Perspektive. Gemeinsam mit renommierten internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der interkulturellen Forschung wie Prof. Dr. Kate Hattrup (San Diego State University), Prof. Dr. Mariano Rosabal (Universidad de Costa Rica) oder Prof. Dr. Daniela Gröschke (Friedrich-Schiller-Universität Jena) schärfen sie ihre kultursensitive Herangehensweise und Handlungskompetenz.

Fest etabliert

Schließlich lernen sie den Umgang mit Techniken und Methoden, um die Entwicklung interkultureller Kompetenzen in Trainingsformaten systematisch zu stärken und in die Praxis zu tragen. „Unser Summer School-Programm ist ein wichtiger Bestandteil unseres Schwerpunktes der interkulturellen Psychologie, den wir am Institut für Psychologie mit mehreren beteiligten Fachgebieten in Forschung und Lehre fest etabliert haben“, erklärt Prof. Dr. Karsten Müller.

Profilürägender Mittelpunkt

Prof. Dr. Heike Jochum, Leiterin des Instituts für Finanz- und Steuerrecht, hat in diesem Jahr die erste Summer School „German Tax Law and Treaty Policy“ initiiert. Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich am Institut unter anderem mit dem deutschen Steuersystem auseinander. Die Vernetzung der Beteiligten mit Steuerbehörden und Finanzgerichten steht dabei im Vordergrund. Die Seminare und Workshops bieten zudem Einblicke in internationale Steuerangelegenheiten und grenzübergreifende Geschäfte wie den Einfluss der EU auf wirtschaftliche Aktivitäten. „Die deutsche Wirtschaft ist stark exportorientiert. Internationale Handelsbeziehungen führen zu spannenden Fragen des Internationalen Steuerrechts. Diese stehen seit jeher im profilprägenden Mittelpunkt der Forschungsleistungen des Instituts für Finanz- und Steuerrecht“, so Professorin Jochum.

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Höhere internationale Sichtbarkeit

Die Gäste werden vom International Office betreut. Das Team ermöglicht ihnen Einblicke in das Osnabrücker Leben, die Stadtkultur und die Umgebung. „Es ist uns wichtig, unseren Gästen auch außerhalb ihrer fachlichen Programme Einblicke in hiesige kulturelle Kontexte zu ermöglichen“, so Rouven Brinkmann, Koordinator der internationalen Kurzzeitprogramme. „Schließlich sind auch die Fachkulturen selbst geprägt durch diese Kontexte.“ Dr. Stephanie Schröder, Leiterin des International Office, ergänzt: „Die Programme bieten uns die Möglichkeit, Interessenten aus verschiedenen Regionen und Fachrichtungen an die Universität Osnabrück zu holen. Hier können sie ihr eigenes Fachwissen vertiefen und neue Blickwinkel und Perspektiven aufzeigen.“ Dies trage zur Prägung der Fachkulturen und zur höheren internationalen Sichtbarkeit der Universität Osnabrück bei.

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