Freiwilligendienste im Ausland (FDA) Osnabrückerin leistet Flüchtlingshilfe in Chile

Von Monika Vollmer

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"Du bist dabei", hieß es für Leoni Axmann (20). Mit dem Programm Freiwilligen Dienste im Ausland (FDA) des Bistums Osnabrück erlebte sie elf unvergessliche Monate in Chile. Foto: Monika Vollmer"Du bist dabei", hieß es für Leoni Axmann (20). Mit dem Programm Freiwilligen Dienste im Ausland (FDA) des Bistums Osnabrück erlebte sie elf unvergessliche Monate in Chile. Foto: Monika Vollmer

Osnabrück. Alltagshelden gesucht: Die Osnabrückerin Leoni Axmann erlebte mit dem Programm FDA des Bistums Osnabrück unvergessliche Momente in Chile.

Eigentlich wollte sie nach Indien um Geigen- und Klavierunterricht zu geben. Gelandet ist sie dann in Santiago, der Hauptstadt Chiles, die eingebettet in einem Tal von schneebedeckten Andengipfeln und Küstenkordilleren liegt.

Leoni Axmann bewarb sich nach dem Abitur beim Bistum Osnabrück für ein FDA, nahm an einem Schnupperwochenende teil, bei dem die zu vergebenen Stellen vorgestellt wurden. Noch während des Auswahlwochenendes erfuhr sie: „Du bist dabei“. Allerdings wurde es nicht das Wunschziel Indien, sondern ihre zweite Option: Chile.

„Ich buchte schnell einen privaten Sprachkurs, allerdings war das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn in Chile spricht man das schnellste Spanisch überhaupt“, erzählt Axmann nach ihrer Rückkehr.

Glücklicherweise war sie in Südamerika nicht ganz allein. Die auf sie wartende Stelle bei der dortigen Jobbörse für Flüchtlinge aus Südamerika war doppelt besetzt und Axmann wurde von einem jungen Mann begleitet. Beide teilten sich eine für chilenische Verhältnisse große WG, wohnten nur fünf Minuten von ihrem Arbeitsplatz, zentrumsnah und in guter Gegend.

„Der erste Eindruck von Chile war, dass es gar nicht so kalt war. Die Menschen vor Ort beeindruckten jedoch am meisten. Sie empfingen uns super offen, herzlich, hilfsbereit und sehr geduldig.“ In der Jobbörse nahm Axmann Daten auf, kontrollierte Visa, prüfte Zeugnisse und soziale Situation der vorzugsweise venezolanischen Flüchtlinge. In ihrer Freizeit sang sie im Kirchenchor, wurde eingeladen oder reiste zu einem Seminar nach Argentinien.

Natürlich gab es auch Momente des Heimwehs nach Familie oder Freunden, die über 12.000 Kilometer entfernt lebten. Die währten aber nur kurz. “Das Jahr war voller Aufgaben und Erfahrungen, die prägend sind und in Erinnerung bleiben werden“, blickt die heute Zwanzigjährige wehmütig auf die vergangenen Monate zurück und plant bereits ihre nächste Reise. Dann geht es wahrscheinlich zum Studium Internationale Beziehungen nach Dresden.

Bei einem Freiwilligendienst im Ausland geht es vor allem um Lern- und Lebenserfahrung. Das Bistum Osnabrück übernimmt Reisekosten für Hin- und Rückflug, Seminarkosten, stellt eine Unterkunft und zahlt Verpflegungs- und Taschengeld. Weiterhin bietet es einen persönlichen Ansprechpartner während des Einsatzes. Nähere Informationen unter www.alltagshelden-gesucht.de oder bei Regina Wildgruber 0541/318218.


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