Die ersten Tanz-Schritte Offener Breakdance Jam im GZ Ziegenbrink

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Ihre artistischen Bewegungen zeigten Tänzer wie von der Osnabrooklyn Crew bei der Breakdance Jam im GZ Ziegenbrink. Foto: Hermann PentermannIhre artistischen Bewegungen zeigten Tänzer wie von der Osnabrooklyn Crew bei der Breakdance Jam im GZ Ziegenbrink. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Hip Hop basiert auf drei Säulen: Rap, Graffiti und Breakdance. Am Samstag wurden sie in Osnabrück errichtet. Im Haus der Jugend waren Rapper und Sprayer am Werk; im GZ Ziegenbrink zeigten die Tänzer der Osnabrooklyn Crew ihre artistischen Bewegungen. Dort lernten auch die ganz kleinen Tänzer ihre ersten Schritte.

Im Saal neben dem Garten des Ziegenbrinks drehen die Breakdancer ihre Kreise auf einer PVC-Matte. Ein Tänzer macht einen Handstand auf einem Arm und dreht sich dabei mehrere Male um seine eigene Achse. Ein anderer macht einen Kopfstand und nutzt seine Schädeldecke zur Rotation. „Das mit dem Kopf geht noch nicht, aber mit den Füßen kann ich schon drehen“, sagt Till. Der Dreijährige ist mit seinem 34-jährigen Vater Piet zum Ziegenbrink gekommen. Hip Hop findet Till cool. Das hat er von seinem Papa geerbt. Wenn er größer ist, will er Breakdancer sein, erzählt der Kleine. „Dafür muss ich noch üben.“

Sebastian ist acht Jahre alt und hat schon ein paar mehr Schritte drauf. Er kann auch Stepptanz, behauptet er und legt zum Beweis gleich los. In Windeseile tappt er mit seinen Füßen auf den Boden.

Die fünfjährige Joanna ist sehr schüchtern. Ihre Mutter Sarah nicht. Also redet die 34-Jährige für sie. Auf ihrem Handy zeigt sie ein Video, wie die Kleine mit cooler Mütze und Sonnenbrille zu Hip Hop-Musik tanzt. Im vergangenen Jahr waren die beiden auch beim Breakdance Jam auf dem Ziegenbrink. Da hat sich Joanna nicht getraut, mitzumachen. „Im Auto hat sie auf der Rückfahrt aber gesagt: Mama, im nächsten Jahr trau ich mich.“ Also sind sie jetzt wieder hingefahren.

Als Phil von der Osnabrooklyn Crew nach draußen zu den Kindern geht, um ihnen ein paar Tricks zu zeigen, sind Till und Sebastian gleich dabei. Joanna schaut noch etwas schüchtern. Als die Erwachsenen mitmachen und sich ein paar Schritte zeigen zu lassen, macht die Fünfjährige doch mit.

„Genau dafür machen wir die Jam“, sagt Phil später. Sie sei aber auch dafür da, um sich mit anderen Breakdancern auszutauschen und voneinander zu lernen. Mit Blick auf die Kinder erzählt er, dass sein eineinhalbjähriger Sohn auch schon die ersten Schritte auf dem Parkett gemacht hat,

Der 32-Jährige hat die Osnabrooklyn Crew vor elf Jahren mitgegründet. Mit anderen Leuten zu tanzen sei besser als zu zocken oder auf der Straße abzuhängen, sagt er. Gemeinsam fährt die Gruppe an Wochenenden zu Wettbewerben, den so genannten Battles, um gegen anderen Crews anzutreten. Jeden Dienstag gibt es von 17 bis 18 Uhr kostenloses Breakdance-Training im GZ Ziegenbrink. Dann, so sagt Phil, lerne er auch was von den Jüngeren.


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