Kein Nutellabrot als Pausensnack Zwei Osnabrücker Schulanfänger gewinnen zahngesunde Schultüte

Von Jana Henschen

Dr. Dirk Höfer überreichte Mattes Böhmer (6 J.) und Silas Stute (5 J.) eine "Zahngesunde Schultüte".  Foto: Michael GründelDr. Dirk Höfer überreichte Mattes Böhmer (6 J.) und Silas Stute (5 J.) eine "Zahngesunde Schultüte". Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Osnabrücker Mattes Böhmer und Silas Stute haben bei einem Malwettbewerb der Zahnärztekammer gewonnen und freuten sich nun schon vor dem ersten Schultag über eine Schultüte - und zwar eine zahngesunde. "Wir machen die aber erst bei der Einschulung auf, oder?", fragt Mattes seinen Freund Silas. Der schaut skeptisch, aber nickt.

Der Malwettbewerb der niedersächsischen Zahnärztekammer findet bereits seit über 20 Jahren statt. Dieser wurde ins Leben gerufen, um Alternativen zur üblichen Süßigkeitentüte aufzuzeigen.

"Ich weiß schon eine Sache, die in meiner Schultüte zuhause drin ist", erklärte Mattes. Er durfte sich eine Süßigkeit aussuchen. In der zahngesunden Schultüte sind weder Süßes noch anderes Essbares. Dafür ein Flummi, Malsachen und anderes Spielzeug. Der Jugendzahnpflegereferent Dr. Dirk Höfer will die Kinder mit der Tüte für eine gesunde Ernährung sensibilisieren - nicht nur im Hinblick auf die Zähne.

Kein Nutellabrot als Pausensnack

"Die Schüler sollten kein Nutellabrot oder Süßes wie einen Schokoriegel mitbekommen", rät der Zahnarzt. Er empfiehlt stattdessen Möhren, Obst oder Schwarzbrot mit Käse. Als Getränke sollten wegen der darin enthaltenen Säure keine Säfte mitgegeben werden, sondern Wasser. Außerdem sei Putzen ab dem ersten Zahn wichtig - und zwar mindestens zweimal, morgens und abends. Die Zahnpasta sollte zwar fluoridhaltig sein, aber bei Kindern in einer geringeren Menge.

Gefärbte Zahnbeläge

Wie können Kinder zum Putzen motiviert werden? "Bei meinen Kindern habe ich das Putzen angeordnet", sagte Höfer und lachte. Wichtiger sei es aber, den Kindern zu erklären, was mit schlechten Zähnen passiert. Das schaffe ein Bewusstsein für das Putzen. In der Praxis können Zahnbeläge gefärbt werden, sodass Kinder sofort sehen, wie viel sich absetzt und warum das Putzen sinnvoll ist.


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