18. Osnabrücker Kulturnacht Tim Roßbergs Architektur-Event auf dem Marktplatz

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Einmal ganz räumlich haben sich die Verantwortlichen der 18. Osnabrücker Kulturnacht dem Fotografen im Rathausfenster präsentiert, darunter Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links)Foto: David EbenerEinmal ganz räumlich haben sich die Verantwortlichen der 18. Osnabrücker Kulturnacht dem Fotografen im Rathausfenster präsentiert, darunter Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links)Foto: David Ebener

Osnabrück. Dem Thema „Raum“ ist die diesjährige Osnabrücker Kulturnacht am 25. August gewidmet und hat besonders viele Mitstreiter gefunden. Das Hauptevent „Transforming Space“ auf dem Marktplatz gestaltet Tim Roßberg mit seinen Hochleistungsbeamern.

Zur Feier von 20 JahrenFelix-Nussbaum-HausFelix-Nussbaum-Haus widmet sich die 18. Osnabrücker Kulturnacht am 25. August dem diesjährigen Jahresthema „Raum“. Doch der veranstaltende Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück möchte damit auch den Raum der Altstadt als Kunstraum mit Zuwachs (Skulptur-Galerie) anders und neu ins Bewusstsein heben, wie Fachbereichsleiterin Patricia Mersinger und Anke Bramlage, Leiterin des Projektbüros, bei einem Pressetermin im Rathaus erläuterten.

Event auf dem Marktplatz

Highlight der Kulturnacht ist Tim Roßberg s „Transforming Space“. Der Künstler erklärt im Rathaus selbst, was er mit seinem Event vor hat. Vier Hochleistungsbeamer nehmen die Häuserfassaden des ganzen Marktplatzes ins Visier, scannen sie ab und zeichnen zweidimensional Muster und Linien auf die Fassaden, die sich aber zu 50 Prozent aus den real vorhandenen Proportionen speisen. „Es entsteht eine temporäre Architektur nur für die Kulturnacht“, sagt Roßberg. Video und Sound von Alpensinfonien sollen im Lauf der Zeit komplexer werden. Sinnvoll ist das Event von den Lichtverhältnissen her erst ab 21 Uhr.

Heinz baut auch

Da die Kulturnacht aber schon um 18 Uhr beginnt, macht sich bis 21 Uhr der Künstler Heinz aus der berühmten Traber-Hochseilartistenfamilie mit „Heinz baut“ an eine Kletterperformance. Er lässt mit Stangen Seilen und artistischem Körpereinsatz ein Bauwerk in den Abendhimmel wachsen. Bei ungünstigem Wetter wächst es eher in die Breite.

Keine „Fressmeile„

Die Kulturnacht möchte seit ihrem Bestehen bewusst keine „Fressmeile“ sein, deshalb spielt das kulinarische Angebot nicht die erste Geige, auch wenn es ausreichend vorhanden sein wird, etwa am Markt, Dom, Theater oder Heger Tor. Vor allem die lokale Gastronomie der Altstadt wird wie immer mit einbezogen.

Überhaupt erwartet die Besucher in diesem Jahr mit 100 Programmpunkten an 50 Orten besonders viel Überraschendes zum Thema Raum, zu dem sich Ateliers oder Galerien, Bühnen oder Kirchen, Schulen oder Radiosender Inspirierendes einfallen lassen. „Kleine und feine Räume sind in der Stadt zu entdecken, die man sonst nicht sieht“, so Anke Bramlage. Denn es seien dieses Jahr zum Thema Raum besonders viele kleine Einrichtungen mit von der Partie, neben den bekannten wie Reinhard Klink mit seiner Druckstation, der Krebsberatungsstelle, dem Atelier Lichtenberg mit Fotos von der Osnabrücker Altstadt oder der Märchenerzählerin Sabine Meyer im Lieblingkaffee.

Einiges bleibt länger

Einige Raumprojekte sind aber auch schon vor und nach der Kulturnacht zu erleben. Die „Dockingstationen“ von Kevin Bauer, Joshua Sassmannshausen, David Rauer, Samuel Treindl und der Nartur Kunstgruppe etwa, über die demnächst noch gesondert berichtet wird. Für einige Wochen bleibt die Installation „Abseits - Leben im öffentlichen Raum“, eine Platte, die der Katholische Verein für soziale Dienste in Osnabrück (SKM) auf dem Domvorplatz einrichtet, um zu zeigen, wie sich schlafen und wohnen ohne privaten Raum anfühlt. Ragnar Gishas Heimat-Projekt im Bauwagen überdauert auch die Kulturnacht. An diesem 25. August wiederum werden die Ergebnisse der fast zweiwöchigen Workshops zum „Labor Europa“ präsentiert.


18. Kulturnacht zum Thema „Raum“ am Samstag, 25. August ab 18 Uhr in der Altstadt. Infos unter www.osnabrueck.de/kulturnacht oder www.raum2018.de

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