Nach Kritik der IHK Baustellen-Debatte in Osnabrück: Grüne für externe Hilfe

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Archivfoto: Jörn MartensArchivfoto: Jörn Martens

hin Osnabrück. In der Debatte über das Baustellenmanagement in Osnabrück schlagen die Grünen vor, Hilfe von außen zu holen. Die SPD ruft nach einer langfristigen Strategie, damit Straßen repariert werden, bevor sie völlig kaputt sind.

„Wir haben eine Menge Sympathien für die Idee, eine Neuorganisation des Baustellenmanagements mit externer Unterstützung zu beraten. Mal sehen was die anderen Fraktionen und die Verwaltung dazu sagen“, wird Ratsherr Volker Bajus in einer Mitteilung zitiert.

Grundsätzlich äußern die Grünen Verständnis für die Verärgerung der Industrie- und Handelskammer (IHK) über die Vielzahl der Baustellen in der Stadt. Die Belastungen seien nicht gut für die Umwelt- und Lebensqualität in Osnabrück. Die Grünen sehen Stadt und Stadtwerke in der Pflicht, das Baustellenmanagement weiter zu verbessern. Sie verlangen aber zugleich von der IHK, sich aktiv einzubringen: „Jammern allein reicht nicht. Wo bleiben die konkreten Verbesserungsvorschläge? Baustellen an und für sich sind doch nichts Schlechtes, sondern Ausdruck einer dynamischen Entwicklung der Stadt, Investitionen in die Infrastruktur, in die Zukunft. Nur mit einer sachlich-konstruktiven Debatte kommen wir weiter. Populismus nützt hier niemanden“, so Bajus.

SPD: Mehr Daten

Die SPD hält die Kritik der IHK für „nachvollziehbar“, die Analyse der Situation sei aber unvollständig. Der Stadt gelinge es seit Jahren nicht, die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur „Straße“ auch tatsächlich auszugeben. „Würde man regelmäßiger in den Straßenerhalt mit Eigenmitteln investieren, würde der Stadt manche Grunderneuerung erspart bleiben, Baustellenzeiten könnten deutlich verkürzt und Geld gespart werden“, so Ratsherr Heiko Panzer. Die Stadt brauche eine langfristige Strategie, die dafür sorge, dass rechtzeitig und regelmäßig in den Straßenraum einschließlich Fuß- und Radwege investiert werde. Panzer kündigte eine entsprechende Initiative der SPD nach der Sommerpause an. Ziel sei eine umfassende Datensammlung über den Zustand der Infrastruktur, „Die Datenlage bei der Stadt ist immer noch sehr dürftig, sodass man nicht genau sagen kann, wann welche Straße zu sanieren wäre, bevor sie ganz kaputt geht“, wird Panzer in der SPD-Mitteilung zitiert. Panzer Man hält es für möglich, Planung und Ausführung dem Osnabrücker Service-Betrieb (OSB) zu übertragen, um schneller und effektiver zu werden. Die IHK hatte kritisiert, dass Bauarbeiten zu lange dauerten und Baustellen schlecht koordiniert seien.

(Weiterlesen: So antwortet die Stadt auf die Kritik der IHK) hin


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