Schwitzen mit Harry Potter Osnabrücker Kinder basteln sich Zauberstäbe und mehr

Von Thomas Wübker

Konzentration war beim Harry Potter Bastel-Workshop im Haus der Jugend gefragt. Susanna (15) fertigt einen Zauberstab an. Foto: Michael GründelKonzentration war beim Harry Potter Bastel-Workshop im Haus der Jugend gefragt. Susanna (15) fertigt einen Zauberstab an. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Nicht zum Abkühlen ins Freibad, sondern zum „Harry-Potter-Bastel-Workshop“ unter dem Dach des Hauses der Jugend gehen neun Kinder am Donnerstag. Der Zauber der magischen Welt ist für sie größer als die Angst vor einem überhitzten Raum.

Schweißtreibend ist die Arbeit an den Zauberstäben, den Dracheneiern, schwebende Kerzen und den Hogwarth-Briefen schon. Das liegt aber nicht an der Schwere der Basteleien, sondern einfach an der Sonne, die mit aller Macht auf das Dach des Hauses der Jugend scheint. Fast direkt darunter sitzen Kinder und Betreuer. Mit Wasser zum Trinken und einem Wassersprüher verschaffen sie sich innere und äußere Kühlung.

Miró (12) hat sogar ein Kühlpack in der Hand. Das braucht er jedoch nicht zum Erfrischen, sondern weil er sich mit einer Klebepistole verbrannt hat. Aber das sei halb so schlimm, meint er und konzentriert sich lieber aufs Basteln.

Miró hat alle Bände der Harry Potter-Reihe gelesen. Dafür hat er etwa drei Monate gebraucht, erzählt er. Am coolsten findet er Snape. „Er benimmt sich erst so, als wäre er böse, dann stellt sich aber heraus, dass er ein Guter ist“, erklärt Miró seine Wahl. Seine Basteleien, das Drachenei und den Zauberstab, will er zu Hause weder essen noch damit zaubern. „Zaubern ist sowieso nur in Hogwarth erlaubt“, sagt Paula.

Paula macht gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Haus der Jugend und hatte die Idee zum „Harry-Potter-Bastel-Workshop“. Die FSJ’lerin hatte schon mal in den Osterferien einen Harry Potter-Tag organisiert. Der kam so gut an, dass er in abgewandelter Form nun auch in den Sommerferien im Ferienpass-Programm angeboten wird. Am Freitag trifft sich die Gruppe ein zweites Mal. Dann wollen sie aber draußen basteln.

Paula ist wie die Kinder eine Harry Potter-Spezialistin. Svenja (10) kennt sogar einen Zauberspruch auswendig: „Avada kedavra“, lautet der. Das ist ein Todesfluch. „Die bösen Sachen kann man sich am besten merken“, meint Miró. Als Svenja gefragt wird, ob sie etwas aus der Schule auswendig sagen kann, muss sie passen und alle anderen Kinder protestieren: „Es sind doch Ferien.“

Harry Potter übt nach wie vor eine große Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Miró erklärt sich das so: „Da steckt viel Fantasie drin und es ist eine eigne Welt.“ Freibäder gibt es bei Harry Potter aber nicht. „Die können sich aber Wasser herbei zaubern“, sagt der Experte. Das können sich Miró und die anderen Kinder trotz ihrer Zauberstäbe nicht. Fast alle sagen, dass sie am Nachmittag nach dem Bastel-Workshop ins Schwimmbad gehen.

Wer sich selbst Harry Potter-Zubehör basteln will, findet im Internet einige Anleitungen. Zum Beispiel hier: https://de.wikihow.com/Harry-Potter-Zubeh%C3%B6r-basteln.


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