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Weitere Reservebrunnen angezapft Aufruf der Stadtwerke: Osnabrücker sollen Wasser sparen

Von PM und Jörg Sanders

Darauf sollten die Osnabrücker derzeit verzichten. Der Rasen erholt sich auch von selbst wieder. Foto: Patrick Pleul/dpaDarauf sollten die Osnabrücker derzeit verzichten. Der Rasen erholt sich auch von selbst wieder. Foto: Patrick Pleul/dpa

Osnabrück. Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit lassen den Wasserbedarf in der Stadt Osnabrück nach oben schnellen. Die Stadtwerke rufen zum sorgsamen Umgang mit Wasser auf – nicht nur in Osnabrück. Derweil helfen in der Stadt alle Ortsfeuerwehr beim Bewässern der Bäume aus.

„Inzwischen nähern wir uns einem Tagesspitzenverbrauch von rund 45.000 Kubikmetern“, wird Joachim Nolte, Leiter Anlagenbetrieb bei der Stadtwerke-Tochter SWO Netz, in der Mitteilung zitiert. Zum Vergleich: In Jahren mit weniger Hitze liegt der Jahresdurchschnitt bei rund 30.000 Kubikmeter.

Um den hohen Wasserbedarf zu decken, musste SWO Netz nun weitere Reservebrunnen im Stadtgebiet zuschalten. Dadurch kann sich in einigen Stadtteilen die Wasserhärte ändern. „Aktuell greifen wir auf Dreiviertel unserer Reservebrunnen zu“, so Nolte.

Wasser geht auch an Bersenbrück und Bramsche

Dabei versorgt die Stadtwerke-Tochter nicht nur die Stadt Osnabrück, sondern auch umliegende Städte und Gemeinden. „Die Trockenheit ist natürlich auch im Landkreis spürbar. Seit gestern versorgen wir – zusätzlich zu den Kommunen, die wir auch sonst beliefern – noch Bersenbrück und Bramsche“, wird Nolte zitiert. Auch der Landkreis Osnabrück hatte am Mittwoch zum Wassersparen aufgerufen.

Noch keine Wasserknappheit

„Von Wasserknappheit wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen. Aber ganz klar, wir rufen weiterhin auf, sehr sorgsam mit Wasser umzugehen“, so Nolte. Da die Region Osnabrück zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald zu den niederschlagsreichsten Gebieten Deutschlands gehört, kann sich der Grundwasserspiegel ständig regenerieren. Die Gewässer in der Region steuern hingegen auf Tiefstände hin.

Bürger sollen sparsam mit Wasser umgehen

„Die Wasserwerke und sämtliche Anlagen, die damit zusammenhängen, laufen schon jetzt durch den hohen Wasserbedarf auf Hochtouren“, so Nolte. Deshalb sein Appell: Jeder der Wasser verbraucht, sollte sorgsam und bedacht damit umgehen.“

So empfiehlt er, wenn es sein muss, den Garten nur in den späten Abend- oder Morgenstunden zu bewässern. Und auch genau zu überlegen, ob das Wasser im Pool gerade in diesen Hitzetagen ausgetauscht werden muss.

Der Rasen erholt sich übrigens auch wieder von selbst – auch wenn er sich derzeit braun verfärben sollte.

Feuerwehren helfen – Bürger sollen helfen

Schwieriger haben es da derzeit die Bäume. Die Stadt Osnabrück hatte bereits ihre Bewohner gebeten, städtische Bäume vor der Haustür zu bewässern. Sie könne die 60.000 Bäume nicht mit eigenem Personal versorgen. Die Freiwilligen Feuerwehren Neustadt und Sutthausen hatten in dieser Woche ausgeholfen und zahlreiche Bäume mit Wasser versorgt. „Mittlerweile helfen alle sieben Ortsfeuerwehren in Osnabrück beim Bewässern der Bäume”, sagte eine Sprecherin unserer Redaktion.


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