Verein „Sportler 4 a childrens world“ Osnabrücker sind 750 Kilometer für den Weltfrieden gelaufen

Von Benjamin Havermann

Friedensbotschaft: Mitglieder des Vereins „Sportler 4 a childrens world“ überbringen Oberbürgermeister Wolfgang Griesert Grüße aus London. Foto: Philipp HülsmannFriedensbotschaft: Mitglieder des Vereins „Sportler 4 a childrens world“ überbringen Oberbürgermeister Wolfgang Griesert Grüße aus London. Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. 750 Kilometer laufen in vier Tagen – das war die Aufgabe, die sich die Mitglieder des Osnabrücker Vereins „Sportler 4a childrens world“ dieses Jahr gestellt haben. Von der Hasestadt ging es zu Fuß nach London.

„Es war ein bewegender und anstrengender Lauf“, sagte John McGurk vom Verein jetzt bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Friedenssaal des Rathauses. 20 Vereinsmitglieder waren Anfang Juni in der Friedensstadt gestartet und hatten in der Folge fünf Länder durchquert. Im Gepäck hatten sie nicht nur den Scheck über 37.000 Euro für die Organisation SOS Children’s Villages International (SOS-Kinderdörfer), sondern auch eine Friedensbotschaft.

„Beitrag für Weltfrieden“

„Wir leisten unseren kleinen Beitrag für den Weltfrieden und für benachteiligte Kinder dieser Welt“, sagte McGurk. Ziel des Laufes war das Mansion House, Sitz des Lord Mayors (Bürgermeisters) des Stadtbezirks City of London. Dort überreichten die Läufer die Friedensbotschaft, die ihnen Griesert mitgegeben hatte, an Neil Redcliffe. Redcliffe war zum Zeitpunkt des Besuchs einer von zwei Sheriffs der City of London. Die jeweils für ein Jahr gewählten Sheriffs unterstützen den Lord Mayor bei seinen Amtsgeschäften und qualifizieren sich auf diese Weise für eine eigene Kandidatur für den Posten des Lord Mayor.

„Ihr habt heute die zwei Städte Osnabrück und London in einer besonderen Art und Weise verbunden“, sagte Redcliffe laut McGurk zu den Läufern. Der Politiker habe sich für die Strapazen bedankt, die die Osnabrücker für Kinder in Not in Kauf genommen hätten.

London sei von McGurk & Co als Ziel ausgewählt worden, um sich im Namen der Friedensstadt Osnabrück solidarisch an die Seite der Bewohner Londons und insbesondere der Angehörigen der Opfer des Terroranschlags vom 3. Juni 2017 zu stellen. An der London Bridge, dem Ort des Anschlags, legten die Friedensläufer einen Kranz nieder.

Einladung an Neil Redcliffe

Griesert zollte McGurk und seinen Mitstreitern nun seinerseits Respekt für ihre Leistung. Diesen Solidaritätslauf für den Frieden habe er gerne unterstützt. Er regte an, Redcliffe nach Osnabrück einzuladen. „2019 wollen die Briten die Europäische Union verlassen, da wäre es ein schönes Zeichen der Verständigung zwischen unseren Ländern und Städten“, sagte der Oberbürgermeister. Die Gründung Großbritanniens sei ohne die deutschen Städte Hannover, Lüneburg und auch Osnabrück historisch nicht denkbar.


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