Symbolische Zusammenführung Remarque und Nussbaum in einem Raum

Von Anne Reinert

An diesem Schreibtisch schrieb Erich Maria Remarque seinen Roman „Der schwarze Obelisk“. Zum 20-jährigen Bestehen des Nussbaum-Hauses wird er in dem Museum mit Nussbaums Bild „Süsterstraße“ zusammengebracht. Foto: Philipp HülsmannAn diesem Schreibtisch schrieb Erich Maria Remarque seinen Roman „Der schwarze Obelisk“. Zum 20-jährigen Bestehen des Nussbaum-Hauses wird er in dem Museum mit Nussbaums Bild „Süsterstraße“ zusammengebracht. Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. Begegnet sind sich der Schriftsteller Erich Maria Remarque und der Maler Felix Nussbaum wohl nie. Die Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft holt das anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Nussbaum-Hauses in Osnabrück nach. In einer Installation im Museum bringt sie die beiden Künstler zusammen.

In der Mitte des Raums ein mächtiger Schreibtisch, an der Wand ein Bild: Es wirkt, als habe sich jemand im Nussbaum-Haus ein Arbeitszimmer eingerichtet. Tatsächlich werden im oberen Stockwerk des Museums zwei Osnabrücker Künstler symbolisch zusammengeführt: Erich Maria Remarque und Felix Nussbaum.

Die Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft und das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum haben den Schreibtisch zum 20. Geburtstag des Nussbaum-Hauses ins Museum gebracht. An der Wand dahinter hängt Nussbaums Bild „Süsterstraße“, das den ehemaligen Hakenhof zeigt. Heute lädt darin die Bar „Sausalitos“ zum Cocktailtrinken ein. Als das Bild 1927 entstand, hatte die Firma „Herm. Vogt & Co. Grabmalskunst“ darin ihren Sitz. Sie ist eine Verbindung zu Remarque, der in der Firma gearbeitet hatte. Als Nussbaum das Bild 1927 malte, „war Remarque aber schon fünf Jahre weg“, erklärt Thomas Schneider, Leiter des Remarque-Zentrums.

Lesung aus Remarque-Büchern

Die Grabfirma kommt außerdem in Remarques Roman „Der schwarze Obelisk“ vor. Den wiederum schrieb er an dem alten Schreibtisch, der im Museum zu sehen ist.

Die Remarque-Gesellschaft hat nach dem Aufbau der Installation am Montag außerdem aus Texten des Schriftstellers gelesen. Zu hören waren Ausschnitte aus „Der schwarze Obelisk“ und „Liebe deinen Nächsten“ sowie ein Interview von Friedrich Luft mit Remarque.


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