OB Griesert auf der Baustelle Mauerreste in der Osnabrücker Johannisstraße stören Bauarbeiten nicht

Von Rainer Lahmann-Lammert

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Gas- und Wasserleitungen werden in der Johannisstrasse verlegt. Gelegentlichmüssen die Tiefbauer dabei Hindernissen ausweichen.  Foto: Hermann PentermannGas- und Wasserleitungen werden in der Johannisstrasse verlegt. Gelegentlichmüssen die Tiefbauer dabei Hindernissen ausweichen. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Unter dem Pflaster der Johannisstraße lauern einige Überraschungen, die in den Plänen der Straßenbauer gar nicht eingezeichnet sind. Ein Vorauskommando stieß kürzlich in 60 cm Tiefe auf historische Mauerreste . Die Arbeiten sollen dennoch planmäßig weitergehen.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Stadtwerke-Vorstand Christoph Hüls trafen sich am Dienstag mit ihren Fachleuten an der Baustelle. Die Erneuerung der Johannisstraße ist eine Voraussetzung, um den Neumarkt neu zu gestalten. Wenn es beim Zeitplan bleibt, wird sich der Neumarkt 2021 als neuer Platz präsentieren – mitsamt dem Einkaufszentrum und dem Hotel. 

Vorab Untergrund sondiert

Seit Ende Mai wird in der Johannisstraße gearbeitet. Mitte Juni kam es zu einem vorübergehenden Baustopp, weil die neuen Gas- und Wasserleitungen nicht mehr unter dem Gehweg unterzubringen waren. Anders als geplant mussten die Tiefbauer unter die Fahrbahn ausweichen.


Es geht voran in der Johannisstraße. Diese Botschaft wollte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (2. von rechts)mit seinem Besuch auf der Baustelle vermitteln. Das Foto zeigt außerdem (von links) Stadtwerke-Vorstand Christoph Hüls, Fachdienstleiter Jürgen Schmidt und Ralf Spicker, Leiter Kanalbau und Kanalbetrieb. Foto: Hermann Pentermann


Um solche Überraschungen künftig zu vermeiden, wurde auf dem Abschnitt in Richtung Johanniskirche vorab der Untergrund sondiert, und dabei kamen Fundamente zum Vorschein, die auf das 14. Jahrhundert zurückgehen sollen. Inzwischen wurde entschieden, dass diese Mauerreste archäologisch untersucht und dokumentiert, aber an Ort und Stelle belassen werden. 

Die Leitungen müssen also um das Hindernis herum gebaut werden. Kein Problem, meint Jürgen Schmidt, der Leiter des Fachdienstes Straßenbau, wenn so etwas rechtzeitig bekannt sei, werde der Ablauf durch solche Funde nicht behindert. 

Fahrbahn aus Beton

Bis Anfang August sollen die Gas- und Wasserleitungen verlegt sein. Dann geht es abschnittsweise weiter mit den Hausanschlüssen. Bis zum Jahresende wollen die Stadtwerke zwischen dem Neumarkt und der Großen Rosenstraße damit fertig sein, kündigt Ralf Spicker, der Leiter für Kanalbau und Kanalbetrieb an. 2019 geht es dann auf dem Abschnitt bis zur Süsterstraße weiter. 

Weil die verschiedenen Pflastertypen der Johannisstraße in der Vergangenheit nicht der Belastung durch die Busse standhielten, wird die Fahrbahn jetzt – ebenso wie der Neumarkt – eine Betonoberfläche bekommen. Optisch werde es wirken, als handle es sich dabei um großformatige Platten, sagt OB Wolfgang Griesert. Ein Pflaster ist weiterhin für die Randstreifen vorgesehen. Falls mal an den darunterliegenden Leitungen gearbeitet werden müsse, lasse sich das leichter aufnehmen als so ein Betonelement in der Fahrbahn.

Griesert ist nach der langen Diskussion über den Neumarkt zuversichtlich, dass sich die Unzufriedenheit legen wird: "Die Akzeptanz steigt, wenn die Bürger sehen, es tut sich was!"

Über die Bauarbeiten informiert die Stadt in einem roten Baucontainer, der gegenüber der Johanniskirche steht. Ab dem 14. August können Interessierte dort an jedem zweiten Dienstag jeweils zwischen 13 und 14 Uhr erfahren, welche Straßenabschnitte wann betroffen sind.





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