Hilfsaktion in der Dürre Wasser marsch: Freiwillige Feuerwehren bewässern Bäume in Osnabrück

Von Markus Pöhlking

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben am Montagabend die Freiwilligen Feuerwehren in Osnabrück damit begonnen, Bäume in der Stadt zu bewässern. Foto: Swaantje HehmannAufgrund der anhaltenden Trockenheit haben am Montagabend die Freiwilligen Feuerwehren in Osnabrück damit begonnen, Bäume in der Stadt zu bewässern. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben am Montagabend die Freiwilligen Feuerwehren in Osnabrück damit begonnen, Bäume in der Stadt zu bewässern.

Die Freiwilligen Feuerwehren Neustadt und Sutthausen rückten am frühen Abend zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz aus. Mit ihrem Löschgerät begaben sie sich an mehrere Plätze und Straßen in der Stadt, um dort unter der Trockenheit leidende Bäume zu bewässern. Die Kameraden aus der Neustadt waren etwa am Rosenplatz und auf dem Domhof aktiv. Das Problem dort: Weil das Pflaster am Dom beinahe bis zu den Baumstämmen reicht, konnten die Feierwehrleute nur langsam wässern. Nach 1,5 Stunden waren 40 der 78 Bäume gewässert. Die Wehr aus Sutthausen nahm Bäume im Bereich des Hauswörmannsweges ins Visier. (Weiterlesen: Hitzewarnung für die Region Osnabrück und das Emsland)

Die Kameraden aus der Neustadt waren etwa am Rosenplatz und auf dem Domhof aktiv.Foto: Swaantje Hehmann

Ungewohnte Aufgabe für Feuerwehr

Die Bewässerung von Bäumen ist zwar eigentlich nicht Aufgabe der Feuerwehren – in Zeiten der Dürre allerdings erbringe man diese Hilfsleistung für die Stadt gern. „Wir leben schließlich alle hier und wollen, dass Osnabrück eine lebenswerte Stadt ist – und dazu gehören schließlich auch die Bäume“, erklärte eine Sprecherin der Feuerwehren.

In der vergangenen Woche hatte die Stadt Osnabrück ihre Bürger um Unterstützung bei der Bewässerung von Bäumen und Grünflächen gebeten, da diesen die anhaltende Niederschlagslosigkeit zusetze. Der Appell traf bei der Feuerwehr auf Resonanz: „Wir haben schließlich eine ganz andere Logistik zur Verfügung als ein Anwohner, der zehn Mal mit der Gießkanne hin- und herlaufen müsste, um einem Baum zumindest das nötigste Wasser zukommen zu lassen“, erklärte die Sprecherin der Feuerwehr.

In den nächsten Tagen wollen die Feuerwehren die Aktion fortsetzen. Geplant ist, dass sich auch andere Wehren beteiligen werden. Mit rund 50 bis 100 Liter Minimalbedarf je Baum kalkuliere man derzeit bei der Feuerwehr, hieß es. Vorrangig wolle man sich bei der Bewässerungsaktion auf Bäume auf öffentlichen Plätzen und an den großen Ausfallstraßen konzentrieren. (Weiterlesen: Waldbrandgefahr im Landkreis Osnabrück steigt auf Stufe 4)


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