CAE Automotive GmbH Klein, aber fein: Griesert beeindruckt von Autozulieferer

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Besuch bei CEA Automotive: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) spricht durch die Autotür mit Fred Farthmann, geschäftsführender Gesellschafter. Foto: Thomas OsterfeldBesuch bei CEA Automotive: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) spricht durch die Autotür mit Fred Farthmann, geschäftsführender Gesellschafter. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. „Wir können, was wir tun“: Fred Farthman, geschäftsführender Gesellschaft der CAE Automotive GmbH in Osnabrück, brauchte nicht lange, um Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei dessen Besuch von der Leistungskraft des mittelständischen Unternehmens zu überzeugen. Ein Blick auf die Bildschirme der Mitarbeiter genügte.

Nur, verraten darf der Oberbürgermeister nicht, was er auf den Computerbildschirmen gesehen hat, denn CAE Automotive ist zum Schweigen verpflichtet. Das Unternehmen kann sogar ein Zertifikat vorweisen, das bestätigt, wie gut es schweigen kann, wenn es um die Projekte ihrer Auftraggeber geht. CAE Automotive ist ein Engineering-Dienstleister für die Automobilindustrie.

Beispiel: Ein großer Autobauer, von dem es ja auch in Osnabrück einen gibt, plant ein neues Modell oder will ein bestehendes auffrischen. Motorhaube oder Kofferraum, Türen oder Dach müssen neu konstruiert werden. Der Autobauer gibt das Design vor und die CAE-Mitarbeiter konstruieren die Bauteile. Ziel ist es immer, höchste Stabilität bei möglichst geringem Materialaufwand zu erreichen. Im Foyer des Firmensitzes an der Mercatorstraße in der ehemaligen General-Martini-Kaserne ist eine aufgeschnittene Autotür aufgestellt, die einen Einblick in das Innenleben einer Tür erlaubt und erahnen lässt, warum es vieler kluger Köpfe bedarf, damit so eine Tür perfekt schließt, die Insassen schützt und gut aussieht. Die Transparenz an dieser Stelle ist möglich, weil die Tür schon einige Jahre alt ist.

2010 wurde das Unternehmen gegründet, heute beschäftigt es 35 Ingenieure und Techniker. Sie entwickelten schon Türen für Mercedes, Kofferraumabdeckungen für Audi, Kofferraumklappen für VW. Ganze Karosserien oder auch Details wie elegante Schaltgriffe bastelt das Team an ihren digitalen Arbeitsplätzen. Auch Hausgeräte und Landmaschinen kann CAE. Aber das sind eher Nischengeschäfte, wie Fred Farthmann beim Griesert-Besuch erklärte. CAE habe Stärken im feinen Design, was in der robusten Landtechnik nicht immer besondere Priorität genieße.

Oberbürgermeister Griesert besucht in regelmäßig Osnabrücker Unternehmen aus allen Branchen. Nach den letzten Stippvisiten in der Ernährungsbranche war mit CAE ein Dienstleiter aus der Automobilindustrie an der Reihe, ein in der Region Osnabrück sehr bedeutender Wirtschaftszweig. Mit dem Standort Osnabrück ist Fred Farthmann nach eigenen Worten „sehr gut zufrieden“. Ein großes Plus seien die Hochschulen in der Stadt. Von dort gewinnt CAE seinen Nachwuchs. Studenten machen im Unternehmen Praktika, schreiben dort ihre Bachelor- oder Masterarbeiten und bleiben dann im Unternehmen hängen.

Über Geschäftszahlen sagt der Firmenchef nichts. Öffentlich zumindest nicht. Das ist auch Teil der Verschwiegenheit.


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