Umschubsen ist erlaubt Bubble-Fußball ist anstrengend, macht aber Spaß

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Bubble Ball im Soccer Center Atter. Foto: Swaantje HehmannBubble Ball im Soccer Center Atter. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Fußball kennt jeder. Bubble-Fußball ist was Neues. Das haben junge Spielerinnen und Spieler am Montag im Soccer Center in Osnabrück-Atter ausprobiert. Die meisten Kinder fanden es anstrengend, aber auch sehr lustig.

„Der Sinn des Spiels ist es, die anderen umzuhauen“, sagt Marian. Die Worte des 14-Jährigen klingen zunächst hart. Aber bei näherem Hinsehen hat er Recht. „Man kann sich ja nicht wehtun, weil man weich auf dem Ball landet“, fügt Marian an. Er selbst sei auch oft umgehauen worden, erzählt er.

Über ein Spielfeld im Soccer Center bewegen sich die Spielerinnen und Spieler etwas behäbig über den Platz. Sie stecken in überdimensionierten Plastikbällen, die gut gepolstert sind, aber schnelle Sprints oder wendige Manöver nicht erlauben.

„Airbags“ nennen Josi, Alina und Hilke die Bubble Balls, die in ähnlicher Form auch bei der Ferienpass-Eröffnung für viel Spaß gesorgt haben. Da steckten die Kinder aber komplett in den Bällen und wandelten damit über Wasser.

Am Montag wandeln sie über Kunstrasen in den Bällen – nur die Köpfe und die Beine schauen oben und unten heraus. „Bubble-Fußball ist schwieriger als normaler Fußball, weil man da ja nicht mit einem Airbag herum läuft“, meint Josi und ergänzt: „Das Teil wiegt auch was.“ Trotzdem sei es lustig, mit dem Bubble Ball zu kicken, meint sie.

Das findet auch Hilke, die sonst keinen Fußball spielt und sich auch nicht für die beliebteste Sportart der Deutschen interessiert. Sie spielt sonst Handball, findet Bubble-Fußball aber auch lustig. „Man kann einfach Leute umrennen und verletzt sich nicht.“

Spaß haben die Mädchen auch beim Zugucken. Zum Beispiel, als sich ein Junge einen Jux draus macht, sich mit dem Bubble Ball zu drehen und kopfüber auf dem Platz stehen bleibt, so dass seine Beine nach oben zeigen. Das Ergebnis spielt für die meisten Spielerinnen und Spieler übrigens keine große Rolle. Marian meint zwar, Tore schießen sei auch wichtig. Aber Josi, Alina und Hilke wissen nach dem Spiel gar nicht, ob sie nun gewonnen, verloren oder unentschieden gespielt haben.

Erfunden wurde Bubble-Fußball übrigens von zwei Norwegern im Jahr 2011. Über England, Amerika und Asien kam der Fun-Sport nach und nach zu uns. Anders als beim richtigen Fußball ist umschubsen kein Foul, sondern Teil des Spiels und des Spaßes. Es gibt sogar taktische Ausrichtungen, wo eine bestimmte Anzahl von Spielern im Team dafür zuständig ist, den Gegner zu bumpen, wie es in der Fachsprache genannt wird.

Das Soccer Center in Atter bietet auch außerhalb der Ferien Bubble-Fußball an. Infos dazu gibt es unter http://soccer-center-os.de/.


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