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Gefahren für die Gesundheit Hitzewarnung für die Region Osnabrück und das Emsland

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Osnabrück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands eine Hitzewarnung ausgesprochen. Sie betrifft auch die Region Osnabrück und das Emsland.

Grundlage für das Aussprechen einer Hitzewarnung ist eine gefühlte Temperatur von über 32 Grad Celsius, die über mehrere Tage anhält. Gibt es gleichzeitig keine spürbare nächtliche Abkühlung, sind die Kriterien für die Hitzewarnstufe 1 erfüllt. Sie wird am Dienstagvormittag in Kraft treten und in der Zeit von 11 bis 19 Uhr gelten und voraussichtlich auch an den Folgetagen aktiv bleiben. „Wir gehen davon aus, dass die Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte noch steigen werden“, teilte ein Sprecher des DWD mit. Grundlage für die Hitzewarnung sind Prognosen des DWD, in die Faktoren wie das erwartete Windaufkommen, die Luftfeuchtigkeit und Wolkenbewegungen einfließen. (Weiterlesen: Landwirte im Wittlager Land hoffen auf Regen)

Gesundheitliche Probleme drohen

Das Landesgesundheitsamt Niedersachsen weist auf seiner Homepage in Zusammenhang mit der Hitzewarnung darauf hin, dass eine anhaltende Hitzeperiode zu gesundheitlichen Problemen bis hin zu ernsten Erkrankungen führen kann. Insbesondere ältere Menschen und Kinder nähmen nicht immer war, ob sie unter Flüssigkeitsmangel oder Hitzestau leiden. Zudem könne es dem Körper schwerer fallen, seine Temperatur zu regulieren.

Ausreichend Flüssigkeit

Ein besonderes Hitzerisiko bestehe laut dem Landesgesundheitsamt für Säugline, kleine Kinder, Personen mit einer psychischen oder chronischen Erkrankung, für ältere Menschen und für solche mit Herzkrankheiten oder Bluthochdruck. Die Behörde rät dazu, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und Aufenthalte im Freien auf die Morgen- und Abendstunden zu beschränken und dabei nach Möglichkeit Schattenplätze aufzusuchen. Wichtig zudem: die ausreichende Ausnahme von Flüssigkeit. Auch ohne Durstgefühl sollten reichlich alkoholfreie und möglichst zuckerfreie Getränke konsumiert werden.

Sonnenschutz auftragen

Die Behörde weist darauf hin, Personen und Tiere nicht in einem geparkten Auto zurückzulassen – auch nicht für kurze Zeit. Sind längere Aufenthalte im Freien unvermeidbar, sei auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten.


Hitzeschlag und Sonnenstich

Bei anhaltend hohen Temperaturen steigt die Gefahr eines Hitzeschlages und des sogenannten „Sonnenstiches“. Ein Hitzeschlag entsteht, wenn der Körper mehr Wärme aufnimmt, als er wieder an die Umgebung abgeben kann. Die Körpertemperatur kann so außer Kontrolle geraten und rasch ansteigen. Symptome sind eine ungewöhnliche Unruhe, eine heiße und trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, starkes Durstgefühl, Verwirrtheit, Krampfanfälle, eine Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit.

Ein Sonnenstich entsteht durch längere und direkte Sonneneinstrahlung

auf den ungeschützten Kopf. Besonders gefährdet sind Kleinkinder. Die starke Sonneneinstrahlung führt – auch ohne große Hitze- zu einer Reizung der Hirnhäute. Daher entstehen beim Sonnenstich ähnliche Symptome wie bei der Hirnhautentzündung. Schützen kann hier eine Kopfbedeckung.

In beiden Fällen ist sofort ein Arzt zu verständigen.

(Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Gesundheit)

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