Royal British Legion tritt auf Schottische Klänge beim Musikfest der Deutschen Scholle Osnabrück

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Einmarsch der Band "Pipes and Drums" zum Festgelände des Kleingartenvereins "Deutsche Scholle". Foto: Daniel BatelEinmarsch der Band "Pipes and Drums" zum Festgelände des Kleingartenvereins "Deutsche Scholle". Foto: Daniel Batel

Osnabrück. Die "Pipes and Drums" bieten eine traditionsreiche Musikshow. Die Band wurde vom britischen Königshaus ausgezeichnet.

Es dürfte kaum jemanden geben, der noch nichts von der berühmten Frage gehört hat, ob schottische Dudelsackspieler denn nun eigentlich Unterhosen unter ihren Kilts tragen oder nicht. Tatsache ist, dass die Klänge von der Insel einzigartig sind, ob nun mit oder ohne Schlüpfer. Die "Royal British Legion" in Osnabrück repräsentiert in Deutschland hochoffiziell die traditionsreiche Musikrichtung für die britische Krone, und darf sich auch nur deshalb so nennen. Darauf ist der 23-jährige Marvin Holden besonders stolz. Er amüsiert sich über die Hosenfrage: "Früher war das wirklich so, die Bandmitglieder durften nicht einmal Hosen tragen, selbst wenn sie es wollten. Dann gab es irgendwann mal so eine Hygienerichtlinie, und seitdem werden natürlich welche getragen."

Der "Drum Major" wirft seinen "Mace Stab" in die Luft.



Das Tüpfelchen auf dem i: Der Auftritt der Band "Pipes and Drums".


Auftritt der "Pipes and Drums".

Marvin Holden ist das jüngste Mitglied der Osnabrücker Band "Pipes and Drums", die es nicht gerade leicht haben, Nachwuchs zu finden. Dabei gibt es auch faszinierende Großereignisse, wie etwa 2005 in Edinburgh, als der Guinness-Weltrekord mit über 10.000 Spielern auf einmal gebrochen wurde. Ein Osnabrücker Mitglied war damals dabei, berichtet Holden. Die Auftritte der Band in Osnabrück seien aber mindestens genauso schön.

Der 23-jährige Marvin Holden ist leidenschaftlicher Dudelsack Spieler und wirbt für Nachwuchs.

Niedersächsischer Integrationspreis 2018 für Kleingartenverein

Die Royal British Legion war eine von sechs Auftritten beim Musikfest im traditionsreichen Kleingartenverein Deutsche Scholle in der Limberger Straße. Zu dessen Arbeit gehört nicht nur Jäten, Sähen und Ernten, sondern laut dem Vorsitzenden Emil Zuleia auch Engagement für gesellschaftliche Integration. Im August soll die "Scholle" nun gemeinsam mit weiteren niedersächsischen Vereinen den Integrationspreis erhalten, weil sie zusammen mit terre des hommes beim Projekt "Querbeet" vier Flüchtlingsfamilien die Möglichkeit gegeben hat, einen Kleingarten zu betreiben. Zuleia freut sich zwar über die Ehrung, fügt aber hinzu: "Es verkennt leider all unsere Integrationsbemühungen zuvor, etwa die Aufnahme von Vertriebenen seit jeher. Unsere Mitgliedervielfalt ist groß, es gibt über 15 verschiedene Nationen."

Der Vorsitzende des Kleingartenvereins Emil Zuleia auf dem neu gebauten Kinderspielplatz.

Auch und gerade die Musik kann eine integrative Wirkung entfalten. Deshalb, sagt Zuleia, sei es schön, dass nun schon zum zweiten mal das Musikfest stattfinden konnte. Zumal es ihn von seinen sonstigen Aufgaben ein wenig ablenken könne: "Als Vorsitzender eines 704 Gärten umfassenden Kleingartenvereins ist man alles auf einmal: Rechtsanwalt, Tröster, Krankenpfleger und Schlichter." Um die Gastronomie muss er sich allerdings nicht kümmern, das macht der Schotte David Mason. Überhaupt scheint es eine gute Verbindung zwischen der schottischen Kultur und dem Kleingartenverein zu geben. Mason: "So etwas gibt es bei uns in der Heimat nicht in dieser organisierten Form. Das ist schon toll, es gefällt uns sehr." Seine Küche bietet britische Spezialitäten wie Steak Pie oder Fish and Chips an. Mit der Gästeanzahl beim Musikfest ist er sehr zufrieden: "So viele waren letztes Jahr noch nicht da. Dieser Sommer ist schon einzigartig."

Restaurantbetreiber David Mason mit seiner Lebensgefährtin Liz.

Roger Meads und Zwölf-Saiten-Gitarrist auf der Bühne

Einzigartig waren auch die weiteren musikalischen Beiträge, wie der von Alistair Ross. Sein Rezept, die Zuhörer zu begeistern: Folkmusik, kombiniert mit einer sanften Stimme und der Beherrschung einer zwölfsaitigen Gitarre. Auf seinem Shirt steht natürlich "Scotland", wie es zu einem Musiker aus den Highlands im Norden Großbritanniens passt. Aus dem Vereinigten Königreich stammt auch Roger Meads, der in Osnabrück bekannt für sein virtuoses Trompetenspiel ist. Der sogenannte "Gentleman mit der goldenen Trompete", der auch schon neben Tony Marshall spielte, stand ebenfalls auf der Bühne beim Musikfest der Deutschen Scholle.


Trompeter Roger Meads und der Drum Major der Band "Pipes and Drums".



Gitarrist und Sänger Alistair Ross.










 







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