Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück Parkour-Workshop mit den Stadtaffen

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Osnabrück. Die Stadtaffen waren am Sonntag zu Gast im Osnabrücker Felix-Nussbaum-Haus. Anlässlich des 20. Geburtstags des Museums brachten sie Kindern und jüngeren Menschen bei, wie sie sich mal anders durch den städtischen Raum bewegen können.

Sie hangeln sich über Fensterbänke, Mauervorsprünge, Ecken und Geländer. Etwa ein Dutzend Kinder und jüngere Menschen bewegen sich auf die etwas andere Art entlang der Wand der Villa Schlikker. Sogar um die Hausecke klettern sie. Parkour nennt sich diese Art der Fortbewegung, die sie am Sonntag unter Anleitung von Martin Collmann und Frederik Menke von den Stadtaffen kennenlernen konnten.

Das Museumsquartier hatte die beiden Parkour-Trainer zu seiner Reihe „20 Jahre – 20 Tage Freunde zu Gast im Felix-Nussbaum-Haus“ eingeladen. Schließlich gehört die Veranstaltungsreihe auch zum Kulturextra „Raum“ der Stadt Osnabrück. Und Raum, das beweisen Parkour-Sportler, lässt sich eben auch kreativ erobern.

„Coole Sprünge“ vorm Nussbaum-Haus

Mit dem Parkour-Angebot will das Nussbaum-Haus zu seinem 20. Geburtstag auch jüngere Menschen anlocken. Das gelingt, wie sich zeigt. Vor allem Kinder und jüngere Erwachsene lassen sich von Martin Collmann und Frederik Menke in den Sport einführen. Zunächst einmal erklären die Trainer aber, was Parkour überhaupt ist. Es sei ein „urbaner Sport“, so Collmann. Normalerweise nutzen die Sportler die städtische Architektur, springen und klettern über Mauern und andere Hindernisse. Es sei eine „kreative Auseinandersetzung“ und ein „Dialog“ mit der Architektur. Für die Kinder fasst Martin Collmann das Vorhaben für den Nachmittag aber noch mal einfacher zusammen: „Wir machen heute coole Sprünge und dabei auch ein bisschen Sport.“

Dass Nussbaum-Haus selbst nehmen die Stadtaffen aber nicht zum Springen und Klettern. Vielmehr haben sie einige Elemente aus ihrem eigenen Parkour-Park neben der Skatehalle mitgebracht, die zwischen Nussbaum-Haus und Villa Schlikker aufgebaut haben. Dort lassen sie ihre Teilnehmer von Hindernis zu Hindernis oder sogar auf einen Vorsprung der Villa Schlikker springen. Vorher allerdings machen sei eine Aufwärmrunde mit Übungen aus dem Yoga und Mobilitätstraining, damit die Gelenke schön aufgelockert sind.

Fotoworkshop mit Angela von Brill

Eine weitere Freundin war an diesem Wochenende zu Gast im Nussbaum-Haus. Die Fotografin Angela von Brill leitete am Samstag drei Fotografie-Workshops im Museum. Die Ergebnisse mit Aufnahmen aus verschiedensten Perspektiven sind bis zum Ende von „20 Jahre – 20 Tage“ im Nussbaum-Haus zu sehen. Auch ein paar Bilder, die Besucher mit von Brills Selfie-Station im Museum gemacht haben, werden gezeigt.

Am späten Sonntagnachmittag lud die Felix-Nussbaum-Gesellschaft außerdem zu einem Podiumsgespräch unter dem Titel „20 Jahre Felix-Nussbaum-Haus: Woher – Wohin?“.


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