Parkour im Museum Stadtaffen kommen Sonntag ins Nussbaum-Haus Osnabrück

Von Anne Reinert

Stadtaffen-Training neben der Skatehalle: Frederik Menke (rechts) leitet seine Schützlinge an. Foto: Hermann PentermannStadtaffen-Training neben der Skatehalle: Frederik Menke (rechts) leitet seine Schützlinge an. Foto: Hermann Pentermann 

Osnabrück. Die Stadtaffen alias Martin Collmann und Frederik Menke bringen am Sonntag Parkour-Sport ins Felix-Nussbaum-Haus. Die Veranstaltung gehört zu „20 Jahre – 20 Tage Freunde zu Gast im Felix-Nussbaum-Haus“.

Wo für andere ein Hindernis steht, sehen Parkourläufer eine Möglichkeit. Sie laufen und springen auf und über Treppengeländer und Mauern und suchen sich ihren ganz eigenen Weg durch die Stadt. Bekannt durch Filme und Youtube-Videos ist Parkour inzwischen auch in Deutschland zu einer Trendsportart geworden.

So eine junge Sportart passt also perfekt zu einem 20. Geburtstag. Die Parkour-Sportler und -Trainer Martin Collmann und Frederik Menke bringen sie am Sonntag, 22. Juli, von 14 bis 18 Uhr ins Felix-Nussbaum-Haus, das vor genau zwei Jahrzehnten eröffnet wurde. Die beiden führen ihre Parkour-Künste vor und vermitteln Neugierigen Grundtechniken dieser Sportart. So bringen sie körperliche Raumerfahrung ins Museum.

Erste Parkour-Sprünge über Gartenzäune

Martin Collmann (26) und Frederik Menke (28) machen seit zehn Jahren Parkour. Seit fünf Jahren trainieren sie außerdem Kinder und Erwachsene. Im letzten Jahr gründeten sie die „Stadtaffen“ und bringen unter diesem Namen Anfängern und Fortgeschrittenen neben der Skatehalle Parkour-Techniken bei.

Martin Collmann lernte die Sportart als Teenager durch eine Doku auf Art kennen. Die begeisterte ihn so, dass er selbst damit anfing. Weil er auf dem Land lebte, machte er Gartenzäune und anderes zu seinen Parkour-Möglichkeiten.

Über die inzwischen abgeschaltete „OScommunity“ lernte er Frederik Menke kennen. Zusammen gehörten sie zu einer Parkour-Gruppe, die den urbanen Raum in Osnabrück nutzte.

Für Frederik Menke war der Film „Ghettogangz - Die Hölle vor Paris“ das Erweckungserlebnis, das ihn zum Parkour brachte. Darin spielt David Belle mit, der als Begründer des Parkour gilt.

Eigener Parkour-Park neben der Skatehalle

Inzwischen haben Martin Collmann und Frederik Menke ein Studium absolviert. Collmann hat Sportwissenschaft, Germanistik und Kunst studiert. Er ist unter anderem als Sportmodel und betreibt mit einem Freund sein eigenes Modelabel. Menke ist Betriebswissenschaftler und arbeitet in einer Online Marketing Agentur.

Ihre ersten Kurse leiteten die zwei im Haus der Jugend und beim OTB. Irgendwann nagelten sie außerdem Bretter auf Autoreifen und trainierten damit an Orten wie dem Ledenhof und dem Westerberg Kinder und Erwachsene. Inzwischen haben sie aber ihr eigenes Parkour-Equipment, das neben der Skatehalle steht. Einmal wöchentlich trainieren sie dort andere. Vier Jungs sind inzwischen so infiziert vom Parkour-Virus, dass sie ihre eigene Gruppe gegründet gegründet haben.

Nicht nur die Stadtaffen kommen am Sonntag ins Nussbaum-Haus. Die Felix-Nussbaum-Gesellschaft veranstaltet um 17 Uhr das Podiumsgespräch „20 Jahre Felix-Nussbaum-Haus: Woher –Wohin?“.

„20 Jahre – 20 Tage“ in Nussbaum-Haus: Stadtaffen von 14 bis 18 Uhr; Podiumsgespräch der Nussbaum-Gesellschaft um 17 Uhr; Eintritt frei


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