Gedenken an Stauffenberg-Attentat Kranzniederlegung vor der der Dominikanerkirche

Von Oliver Wichmann

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Drei Kränze wurden vor dem Mahnmal am Platz des 20.Juli niedergelegt. Foto: Michael GründelDrei Kränze wurden vor dem Mahnmal am Platz des 20.Juli niedergelegt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Vor dem Mahnmal auf dem Platz des 20. Juli an der Dominikanerkirche haben Vertreter aus Politik und Militär drei Kränze zum Gedenken an die Opfer des Staufenberg Attentats vor 74 Jahren nieder.

Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe deutscher Offiziere, durch einen Sprengstoffanschlag auf Adolf Hitler Deutschland von dem nationalsozialistischen Regime zu befreien und eine neue Regierung aufzubauen. Der Versuch scheiterte, woraufhin die Widerstandskämpfer verhaftet, in Konzentrationslager gebracht oder hingerichtet wurden. Auch 52 Osnabrücker waren darunter, ohne dass ihnen ein direkter Zusammenhang mit dem Attentat nachgewiesen werden konnte.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert holte in seiner Rede die Taten der Nationalsozialisten in die heutige Zeit und erwähnte dabei insbesondere den NSU-Prozess. Diesen bezeichnete er als eine "Wiederauflebung der Unmenschlichkeit". Zusätzlich mahnte Griesert, dass auch heute ein Krieg gerade durch "Fake News" durchaus möglich sei. 

Vertreter der SPD legten einen eigenen Kranz nieder, um speziell an die Sozialdemokraten unter den Opfern zu erinnern. Die SPD-Vorsitzende Antje Schulte-Schoh wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass bald keine Zeitzeugen mehr aus der NS-Zeit übrig sind, sondern nur noch Mahnmale oder Aufzeichnungen. Gerade deshalb sei ein Gedenktag wichtig, um nicht zu vergessen. "Die Taten der NS-Zeit müssen eine Mahnung und ein Ansporn sein, sich für Frieden und Demokratie einzusetzen".

"Wichtig ist, dass das Gedenken an die Opfer der NS-Zeit nicht einschläft", sagte Landrat Michael Lübbermann. Er betonte auch, dass eine freie Gesellschaft traurigerweise nicht mehr in allen Ländern der Welt präsent sei und richtet dabei seinen Blick auch nach Russland und in die Türkei. 

Auch Vertreter der "Studierenden Reservisten Osnabrück" zeigten mit einem Kranz Präsenz bei der Gedenkveranstaltung.


Auch Vertreter des Reservistenverbands legten einen Kranz nieder. Foto: Michael Gründel



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