Ferientipps 2018 Mit dem Fahrrad auf Entdeckungsreise

Von Danina Esau


des Georgsmarienhütte. Im Osnabrücker Umland lässt es sich gut radeln. Und wer nicht so gerne einfach drauf los radelt: Im Natur- und Geopark Terra-Vita, der Teile des nördlichen Teutoburger Waldes, des Wiehengebirges und des Osnabrücker Landes umfasst, gibt es insgesamt ganze 17 Radwanderrouten. Die sogenannten Terra-Trails sind gut beschildert, führen durch abwechselungsreiche Landschaften und besitzen einen thematischen Schwerpunkt, der die Touren auch für Kinder interessant gestaltet.

Im Terra Trail 13 dreht sich zum Beispiel alles um das Thema Stahl und Kohle: Auf den Spuren der Vergangenheit führt der Rundradweg an Orte des niedersächsischen Bergbaus, die schon fast in Vergessenheit geraten sind.

Wasser aus sieben Quellen

Startpunkt und erster Höhepunkt der insgesamt 29 Kilometer langen Rundradtour ist die katholische Kirche St. Peter und Paul in Georgsmarienhütte, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in nur drei Jahren erbaut wurde. Nach einigen Kilometer passiert der Radweg die Papiermühle zu Oesede: Das Gebäude gehört zu den ältesten Gewerbestandorten im Landkreis Osnabrück, denn hier wurde schon im Jahre 1602 Papier hergestellt. Angetrieben wurde die Mühle mit dem Wasser der Sieben Quellen, zu denen ein steiler Hügel hinaufführt.

Reise in die Vergangenheit der Bergleute

Oben angekommen, geht die Reise in die Vergangenheit der Bergleute endlich los: An dem Aussichtsturm auf das Stahlwerk erinnern Tafeln daran, wie das Werk früher aussah, denn heute wird dort nicht mehr Erz oder Kohle verarbeitet, sondern Schott. Wenig später sind links an einer Straße die ehemaligen Werkswohnungen zu sehen, die ab 1871 für die Mitarbeiter des Stahlwerks gebaut wurden. Hinter den Werkswohnungen befindet sich der Kasinopark, der mit zwei Teichen und vielen Sitzgelegenheiten zum Pausieren einlädt. Ein Café befindet sich am Eingang der Parkanlage.

Malberger Stollen

Weiter geht es Richtung Malberger Stollen, in den man durch ein Gitter hineinblicken kann. 1847 sollte hier ein sechseinhalb kilometerlanger Stollen entstehen. Sechs Jahre arbeiteten die Bergleute unter Tage daran, den Stollen mit 1,6 Metern Höhe und einem Meter Breite zu bauen, jedoch wurden die Bauarbeiten 1853 eingestellt, da nicht genügend Steinkohle gefunden wurde.

Ottoschacht

Auch in Kloster Oesede wurde damals fleißig Kohle gefördert. Gewölbereste des Ottoschachts, einem ehemaliges Steinkohlebergwerk, und ein nachmodellierter Förderwagen können dort besichtigt werden. Letzter Höhepunkt der Strecke ist das Kloster Oesede. Der letzte Abschnitt führt entlang schöner Feldwege zurück zum Ausgangspunkt.

Da die Strecke einige Steigungen aufweist, ist sie erst für Kinder ab zehn Jahren geeignet.

Informationen zu den Radtouren unter www.geopark-terravita.de Dort gibt es auch eine Übersicht über E-Bike-Ladestationen in der Region.


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