Mit Blues-Duo Schneller/Rannenberg Hochbetrieb bei „Live im Grünen“

Von Markus Strothmann

Tommy Schneller (Saxofon) Christian Rannenberg (Klavier). Foto: Swaantje HehmannTommy Schneller (Saxofon) Christian Rannenberg (Klavier). Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Der Abend mit den Bluesmusikern Tommy Schneller und Christian Rannenberg  lockte die Gäste scharenweise zum Büdchen am Westerberg. Das Konzert fand statt im Rahmen der Konzertreihe „Live im Grünen“ des Osnabrücker Musiklabels Timezone Records. 

Sämtliche Bänke waren besetzt, die Leute standen Schlange für Getränke und Essen, die Bühne war hergerichtet mit rotem Piano für Rannenberg und Mikros für beide Musiker. Das Ganze versprach einen betriebsamen, aber launigen Sommerabend am Büdchen. Dessen Inhaber Michael Werner ging auf die Bühne, begrüßte die Gäste und kündigte die beiden Blues-Haudegen an. 

„Ich hasse es. Scheißwetter, nix los und zwei Nachwuchsmusiker, die nichts richtig können“, flachste Werner. Den Witz verstand die Gemeinde - natürlich war das glatte Gegenteil gemeint - und spendete schonmal Applaus. Michael Werner über Tommy Schneller, in Anspielung auf dessen Fahrradsturz vor einigen Wochen: „Einer, der auf die Schnauze fällt, wieder aufsteht und danach besser aussieht als vorher.“

„Osnabrücker Ekstase“

Schon legten die beiden Herren los. Christian Rannenberg griff und haute in die Tasten, dass die ganze Kiste wackelte, sang dazu mit rauher Stimme den Blues. Tommy Schneller solierte auf dem Saxophon in bewährter Manier und ließ seine markante Stimme erklingen. Ein starkes Duo, das kräftig groovt, zwei Sänger mit sehr unterschiedlichen Stimmfarben, die sich gut ergänzen. Augenzwinkernd bedankte Tommy Schneller sich für den freundlichen Applaus: „Osnabrücker Ekstase.“

Auch weiter hinten war die Musik deutlich zu vernehmen, hier aber in gemäßigter Lautstärke, die Position also eher geeignet zum Entspannen und Sich Unterhalten als zum Genuss des Konzerts. Die Pausen zwischen den Sets sollten die Leute zum Getränkeholen nutzen, so Tommy Schneller. Allerdings taten sie das auch während das Duo spielte, schließlich war das Wetter gut und begünstigte den Durst. Am kommenden Mittwoch geht es weiter bei Live im Grünen mit einem Auftritt von La Société.


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