Einzug Ende des Jahres Stadtgalerie-Café wird Nachfolger des „Maredo“

Von Benjamin Havermann

Neuer Mieter: Das Stadtgalerie-Café zieht in die leer stehende Immobilie am Markt, in denen das Restaurant „Maredo“ untergebracht war. Foto: Michael GründelNeuer Mieter: Das Stadtgalerie-Café zieht in die leer stehende Immobilie am Markt, in denen das Restaurant „Maredo“ untergebracht war. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Das Stadtgalerie-Café zieht Ende des Jahres in die leer stehende Immobilie am Markt, in der sich bis zum Frühjahr noch das Steakrestaurant „Maredo“ befand. Das Platzangebot des Cafés wird damit deutlich erweitert.

Bauliche und mietvertragliche Vorgaben hätten letztlich zu dem Entschluss geführt, sich von dem beliebten Standort im Heger-Tor-Viertel zu verabschieden und sich auf die Suche nach einer geeigneteren Immobilie zu machen. So heißt es in einer Pressemitteilung der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO), die mit ihren Osnabrücker Werkstätten hinter dem Café steht. Am Markt 13, dem ehemaligen Steakhaus „Maredo“, sei die HHO schließlich fündig geworden. Die Sanierungsarbeiten laufen demnach derzeit auf Hochtouren, die Wiedereröffnung ist zum Jahresende geplant. Den genauen Termin konnte eine HHO-Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion noch nicht nennen.

Eine der besten Lagen in Osnabrück

Das Platzangebot des Cafés wird sich von derzeit etwa 35 Plätzen auf 60 bis 80 Plätze mehr als verdoppeln. Wie sich eine soziale Einrichtung eine der besten Lagen in Osnabrück leisten kann, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

An der konzeptionellen Ausrichtung soll sich nichts ändern. Das Café wird weiterhin ein Ort zum Verweilen in künstlerischem Ambiente wechselnder Ausstellungen und Kulturangebote sein. Neu wird aber die Kombination aus Café, Kunstausstellungen und Verkaufsfläche sein. „Die großzügigen Räumlichkeiten in der unmittelbaren Nachbarschaft boten sich geradezu an, unseren Werkstattladen ‚HHO Präsent‘ zu integrieren“, erklärte Abteilungsleiter Urs Hübschmann. „Wir sind überzeugt, hier noch mehr Interessenten für die Erzeugnisse aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung – in Ergänzung zu unseren Eigenprodukten und dem Bekleidungssortiment – gewinnen zu können.“

Positives Feedback von den Gästen

Kathrin Kiefer, Leiterin des Cafés betonte: „Wir haben uns einen Namen gemacht, was unsere Produkt- und Dienstleistungsqualität anbelangt. Von unseren Gästen bekommen wir außerdem oft das positive Feedback, was die herzliche Atmosphäre anbelangt – und das soll auch so bleiben.“

Bislang befindet sich das Stadtgalerie-Café im Heger-Tor-Viertel. Foto: Michael Gründel

2014 hatte das Stadtgalerie-Café auf der Kippe gestanden. Die Stadt Osnabrück hatte angekündigt, sich als Mieter der Immobilie im Heger-Tor-Viertel zu verabschieden. 2016 wurde die HHO Mietnachfolger und erhielt damit die Arbeitsplätze. Das Stadtgalerie-Café ist ein inklusives Café, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten.


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