Kick it like Harry Osnabrücker Kinder stellen fest: Quidditch ist kompliziert

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Quidditch als Ferienpass-Aktion des GZ Lerchenstraße - ohne Besen mit Flugfähigkeiten, aber trotzdem lustig. Foto: Swaantje HehmannQuidditch als Ferienpass-Aktion des GZ Lerchenstraße - ohne Besen mit Flugfähigkeiten, aber trotzdem lustig. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Quidditch wird in etwa 20 Metern Höhe gespielt. Dabei reiten die Spieler auf einem Besen durch die Luft. So steht es bei Harry Potter geschrieben. In der Dodesheide ritten Kinder zwar auch auf Besen. Aber sie spielten das Spiel mit beiden Beinen auf dem Boden.

Quidditch entstammt der Fantasie von Joanne K. Rowling. Sie hat die Harry Potter-Bücher geschrieben. Muggel-Quidditch wurde in der Realität vor 13 Jahren von zwei Studenten aus dem us-amerikanischen Bundesstaat Vermont erdacht. Die Spielregeln sind ziemlich kompliziert. Das Ziel des Spiels ist jedoch sehr einfach: Es gewinnt die Mannschaft, die mehr Punkte geworfen hat.

Das Spielfeld ist beim Quidditch in mehrere Zonen aufgeteilt. An zwei Enden stehen jeweils drei Ringe. Wer darin den Quaffel, einen Volleyball, wirft, erhält 10 Punkte. In diese Ringe dürfen nur Jägerinnen und Jäger den Ball werfen. Sie sind neben Hüterinnen und Hüter sowie Treiberinnen und Treiber die Mitglieder der gemischt-geschlechtlichen Teams.

„Quidditch ist eine Mischung aus Handball, Rugby und Völkerball“, sagt Franziska, die ihr Berufsanerkennungsjahr im GZ Lerchenstraße macht und mit den Mädchen und Jungen auf der Wiese hinter der Schule in der Dodesheide am Mittwochnachmittag Quidditch spielt. Alle Spieler haben Stangen zwischen den Beinen, auf denen sie „reiten“ wie auf einem Besen. Wenn einem Spieler oder einer Spielerin der Besen aus der Hand fällt ist er ebenso raus wie nach einem Abwurf mit den Klatschern. Das sind weiße Bälle, die von den Treiberinnen und Treibern geworfen werden. Die Spieler, die raus sind, müssen schnell zu den Ringen rennen und sie einmal berühren. Dann dürfen sie weiter spielen.

Nach 17 Minuten kommt ein neutraler Spieler ins Feld, der den Schnatz trägt, einem am Hosenbund befestigten Tennisball in einer Socke. Das Team, das den Schnatz fängt, erhält 30 Punkte und beendet das Spiel.

Sophie (12) spielt sonst Fußball. „Quidditch ist komplizierter“, sagt sie. Jan (13), der sonst in einer Handball-Mannschaft Bälle wirft, meint, dass ihm sein Sport hilft, das Quidditch besser zu verstehen.

Neben dem sportlichen Aspekt stand auch ein literarischer im Mittelpunkt beim Quidditch-Spiel in der Dodesheide. „Die Harry Potter-Bücher entwickeln sich gut und decken mehrere Genres ab: Vom Kinderbuch bis Horror“, erzählt Jan. Sophie mag den Zauberlehrling, weil er ein gutes Vorbild ist. „Er ist ein Guter, weil er anderen hilft.“

Zurück zum Sport: In Deutschland gibt es einige Teams, die Quidditch in Ligen spielen. Es gibt auch einen Deutschen Meister: Die Darmstadt Athenas. In Osnabrück gibt es kein Quidditch-Team, die nächstgelegenen sind in Münster und Oldenburg beheimatet. Mehr Infos über diesen Sport sind im Internet unter http://deutscherquidditchbund.de erhältlich.


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