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18.07.2018, 06:25 Uhr ORDNUNGSAUßENDIENST OSNABRÜCK

Kein Zuständigkeitsgerangel zwischen Stadt und Polizei

Kommentar von Sandra Dorn

Bei Störungen durch Alkoholkonsum ist originär die Stadt als Ordnungsbehörde zuständig. Foto: Archiv/David EbenerBei Störungen durch Alkoholkonsum ist originär die Stadt als Ordnungsbehörde zuständig. Foto: Archiv/David Ebener

Osnabrück. Es geht um nichts Geringeres als das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger. Die Mitarbeiter des Ordnungsaußendienstes haben durch den Rückzug der Polizei aus den Aufgabenfeldern, für die laut Gesetz originär die Stadt zuständig ist, daher eine hohe Verantwortung.

Vor einem Jahr hatte der Osnabrücker Rat den zusätzlichen Stellen für mehr als eine halbe Million Euro jährlich zugestimmt. Eine wirkliche Wahl hatte die Politik nicht. Gesetz ist Gesetz. Gerade in Sicherheitsfragen wäre ein Zuständigkeitsgerangel zwischen Kommune und Polizei fatal. Schlimm genug, dass es hier über Monate eine erhebliche personelle Lücke gab.

Wichtig ist: Wenn es wirklich brenzlig wird, müssen die Bürger sicher sein, dass nach wie vor die Polizei kommt und nicht der unbewaffnete Ordnungsaußendienst. Entscheidend ist daher, dass beide Behörden weiter eng zusammenarbeiten. Das scheint der Fall zu sein. Auch dass die Stimmung im Team laut Fachdienstleiter Jürgen Wiethäuper gut ist, ist ein positives Signal. Wie die Mitarbeiter auf Dauer mit der Belastung klarkommen, wird sich zeigen. Wenn neue Uniformen dazu beitragen, dass sie von den Bürgern besser akzeptiert und respektiert werden, ist das schon mal eine gute Sache.


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