Vor der Kunsthalle Osnabrück Carmen Einfingers fröhliche „Südsee an der Hase“

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Entspannen unter der tropischen Palme: Rauminstallation von Carmen Einfinger vor der Kunsthalle Foto: Thomas OsterfeldEntspannen unter der tropischen Palme: Rauminstallation von Carmen Einfinger vor der Kunsthalle Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Südsee-Flair geht seit Montag vom Platz des 20. Juli vor der Osnabrücker Kunsthalle aus. Carmen Einfingers Rauminstallation „Südsee an der Hase“ mit Palme, Sandstrand und blauen Liegestühlen lockt zum Entspannen mitten in Osnabrück.

Doch nicht der für Osnabrück ungewohnt stabile Sonnenschein ist „schuld“, sondern die Künstlerin Carmen Einfinger, dass auf dem gepflasterten Platz eine Insel aus feine, hellem Sandstrand entstanden ist, umgeben von blauen Liegestühlen. Aus ihr reckt sich eine Palme dem momentan blauen Himmel entgegen mit leuchtend blauem Stamm und fröhlich bunten Wedeln.

Carmen Einfinger, die in England geboren wurde, in Brasilien aufwuchs und in New York lebt, hat viel Erfahrung mit Ozean, Strand, Palmen und tropischem Klima, wie sie im Gespräch sagt. Sie liebt die im Wind schwingenden Palmwedel und wollte mit den fröhlichen Farben einen Kontrast zum typischen Osnabrück-Wetter schaffen. Es gehe darum, mit dem Pflanzen- und Paradiessymbol gewohnte Seherfahrungen aufzubrechen, so Kuratorin Claudia Löffelholz .Kunsthallen-Direktorin Julia Draganovic weist auf die farbliche und inhaltliche Korrespondenzen von „Südsee an der Hase“, wie die Rauminstallation heißt, mit den Zimmerpflanzen und bunten Riesenbällen Christoph Faulhabers für „Revolution & Architektur“ in der Dominikanerkirche hin. Am Abend lockten blaue Liegestühle zum Südseeempfang unter der Überschrift „Carmen Einfinger und die Südsee an der Hase“ an der neuen Palmeninsel, mit der gesprächsbereiten Künstlerin, tropischen Köstlichkeiten und Schwelgen in lauer Sommernacht.

Altstadt als Kulturraum stärken

Einfingers Palme aus Leinwandstoff und Acrylfarbe ist eine von sieben Installationen mit unterschiedlichen Themen, die die Altstadt mit Museumsquartier, Kunstraum Hase29, Skulptur-Galerie, Kunsthalle oder Diözesanmuseum als Kulturraum stärken sollen. Denn der Fachbereich Kultur hat sich für 2018 bis zum 21. Oktober das Thema „Raum“ als Kulturextra auserkoren ¨– zur Feier von 20 Jahren Felix-Nussbaum Haus. Demnächst können sich Passanten auch von Dockingstationen verschiedener Künstler, etwa einer „Frühstücksinsel“ in der Hase, überraschen lassen (ab 12.8.), von Franz Greifes von innen beleuchtetem Lichtbaum, von Ragnar Gischas Heimatprojekt, von Tim Roßberg s Lichtinstallation auf dem Marktplatz, von einer Domplatz-Platte, mit der der Katholische Verein für soziale Dienste in Osnabrück (SKM) vom Leben Obdachloser ohne Privatraum erzählt, von der „Langen Nacht der Ateliers“ (22. September) und nicht zuletzt der Kulturnacht (25. August ) zum Thema Raum. Demnächst folgen genauere Infos zu diesen Kulturprojekten. Es informiert aber auch der Fachbereich Kultur unter www.raum2018.de


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