Im Osnabrücker Raum Nacktbilder weitergeleitet: Frau muss 500 Euro Entschädigung zahlen

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Eine Frau muss ihrer ehemaligen Freundin aus dem Osnabrücker Raum eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro zahlen, weil sie Nacktfotos von ihr weitergeleitet hatte. Symbolfoto: dpaEine Frau muss ihrer ehemaligen Freundin aus dem Osnabrücker Raum eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro zahlen, weil sie Nacktfotos von ihr weitergeleitet hatte. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Eine Frau muss ihrer früheren Freundin aus dem Osnabrücker Raum eine Entschädigung von 500 Euro zahlen, weil sie Nacktfotos von ihr weitergeleitet hatte. Die Entschädigung sei angemessen - so das Oberlandesgericht Oldenburg, obwohl das Opfer für die Verbreitung der Fotos mitverantwortlich gewesen sei.

Das Oberlandesgericht Oldenburg bestätigte damit die Entscheidung des Landgerichts Osnabrück. Im konkreten Fal hatte eine junge Frau aus dem Osnabrücker Raum Fotos von sich aufgenommen, die unter anderem ihre Brüste und ihren Genitalberich zeigten. Sie verschickte die Fotos nach eigenen Angaben per Messaging-Dienst WhatsApp an ihren damaligen Freund. 

Eine frühere Freundin erhielt die Fotos ebenfalls, wobei der genaue Hergang nicht mehr aufgeklärt werden konnte. Die Freundin leitete diese Fotos an einen anderen Freund weiter. Daraufhin erhob die Abgebildete Klage gegen ihre frühere Freundin.

Verletzung der Intimsphäre 

Das Landgericht Osnabrück verbot der Frau unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro, die Nackbilder weiterzuverbreiten. Außerdem musste die Frau dem Opfer 500 Euro Entschädigung zahlen. 

Eine Weiterleitung von Nacktfotos ohne Einwilligung des Abgebildeten sei eine Verletzung der Intimsphäre und des Rechts am eigenen Bild und damit des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Der Abgebildete habe daher einen Unterlassungsanspruch. Dies gelte auch dann, wenn der Name des Opfers nicht erwähnt werde. Eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro sei im vorliegenden Fall angemessen, aber auch ausreichend, so die Richter. Denn die Klägerin sei durch die Aufnahme und das Verschicken der Bilder für die Weiterverbreitung mitverantwortlicht. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass die Fotos nur per WhatsApp an eine weitere Person weitergeleitet und nicht etwa ins Internet gestellt worden seien. 



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