New Yorker Winter in Osnabrück Musical-Aufführungen am Freitag im JZ Ostbunker

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Unter anderem aus dem Musical „Rent“ werden Szenen gespielt. Foto: Philipp HülsmannUnter anderem aus dem Musical „Rent“ werden Szenen gespielt. Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. „Es ist Winter, saukalt und es schneit“, behauptet Kristin Fahrland. Eine Gruppe Kinder, die auf einer Bühne im Ostbunker steht, sieht obenrum tatsächlich so aus, als wären sie im New Yorker Winter gelandet. Doch ab der Taille nach unten sehen sie aus wie im Osnabrücker Sommer. Noch müssen sie auch nicht komplett auf die kalte Jahreszeit eingestellt sein. Aber am Freitag gilt es: Da zeigen sie im Ostbunker Ausschnitte aus dem Musical „Rent“. Eine andere Gruppe spielt „Aladin“.

Das wichtigste Utensil am ersten Tag des Musical-Workshops im JZ Ostbunker ist am Montag ein großer Spiegel. Bei der Kostümprobe schauen die zwölf teilnehmenden Kinder immer wieder in ihr Antlitz und sehen, wie sie sich in schillernde und bunte Figuren verwandeln.

Obwohl am Montag erst nur die Proben anstehen, ist den jungen Darstellern schon die Freude anzumerken. „Beim Musical kann man viele verschiedene Dinge kennenlernen: Tanzen, schauspielern und singen“, sagt Kim (11), die zum ersten Mal beim Musical-Workshop dabei ist. Die 16-jährige Vivian kommt schon zum fünften Mal in den Ferien in den Ostbunker, um auf einer Bühne zu stehen. „Es gibt immer wieder neue Sachen, die man entdecken kann“, sagt sie.

Mit Kristin Fahrland üben sie die Tanzschritte. Mit der Gesangs-Pädagogin Laura Bablick lernen die Kinder die Lieder der Musicals. In den fünf Tagen, die sie beim Musical-Workshop im Ostbunker sind, haben sie pro Tag von 9 bis 16 Uhr eine Menge zu tun. „Aber es macht Spaß und in der Gruppe ist es lustig“, meint Josi (12). Sie war im vergangenen Jahr zum ersten Mal dabei und hat Blut geleckt. Also ist sie in diesem Jahr wieder gekommen.

Vivian sagt, sie würde ihre Musical-Tätigkeit gerne intensivieren. Aber die Schule lässt ihr keine Zeit dafür. Also wird sie nur in den Ferien zu einer Darstellerin. Ob die Arbeit als Musical-Star für die Kinder erstrebenswert ist, beantwortet Josi erstaunlich realistisch: „Mit zwölf Jahren denke ich darüber noch nicht nach.“

Erst mal haben sie alle noch einen Haufen Arbeit zu erledigen. Bis Freitag müssen die Tanzschritte und die Lieder der Musicals „Rent“ und „Aladin“ sitzen. Ab 15.30 Uhr zeigen sie dann Ausschnitte aus diesen beiden Stücken. Vivian glaubt, dass am Freitag alles sitzt. „Das hat ja sonst auch immer geklappt“, sagt sie. Auch die anderen Kinder sind optimistisch: „Die Leute werden eine gute Aufführung zu sehen bekommen.“


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