Mädchen halten zusammen Keine Flucht aus dem „Escape Room“ im Stadtteiltreff Haste

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Da rauchen die Köpfe: Kyra, Rike und Celine (von links) suchen eine Lösung für das Rätsel im Spiel „Escape Room“, das sie am Freitag im Stadtteiltreff Haste gespielt haben. Foto: Michael GründelDa rauchen die Köpfe: Kyra, Rike und Celine (von links) suchen eine Lösung für das Rätsel im Spiel „Escape Room“, das sie am Freitag im Stadtteiltreff Haste gespielt haben. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Vier Mädchen wuseln durch einen Raum am Freitagnachmittag im Stadtteiltreff Haste. Sie drehen jeden Stuhl um und schauen auf deren Unterseiten. Ein Mädchen wird fündig und hält einen Zettel hoch, auf dem Buchstabenreihen zu lesen sind. Was hat das zu bedeuten? Das wissen sie noch nicht. Aber sie sind einer Lösung in dem Spiel „Escape Room“ näher gekommen.

Die vier Mädchen Celine (16), Rike (16), Kyra (17) und Katharina (14) bildeten beim Spiel im Stadtteiltreff Haste eine Gruppe. Nur Rike und Kira kannten sich vorher. Nun sind sie zu einem Team geworden.

Innerhalb von 60 Minuten müssen sie ein Gegengift für eine Person finden, die von einem Laboranten vergiftet wurde. Der Zettel ist ein weiterer Hinweis für einen Code, den sie herausfinden müssen, um ihn in einen Computer einzugeben. Dort finden sie schließlich das Gegengift.

Dass das Quartett zu einem Team heran gewachsen ist, ist ein wichtiger Baustein im „Escape Room“. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Fluchtraum“. Aber aus dem Raum im Stadtteiltreff Haste will niemand flüchten. Im Gegenteil: Die vier Mädchen und eine Gruppe aus vier Jungs übernachten sogar in dem Zentrum.

Es gibt übrigens nicht nur virtuelle, sondern auch echte „Escape Rooms“. In Kanada wollte neulich ein Einbrecher aus so einem Raum technische Geräte stehlen. Doch er fand nicht heraus und konnte von der Polizei festgenommen werden. Einen Platz, wo „Escape Room“-Spiele gespielt werden können, gibt es in Georgsmarienhütte. Mehr Infos gibt es dazu im Internet unter http://www.exitcache.de/. Im virtuellen Spiel geht es darum, einen kniffligen Fall zu lösen. Celine vergleicht es mit Cluedo.

Zurück nach Haste: Dort kommen die Mädchen der Lösung immer näher, indem sie Zahlenrätsel lösen, mit deren Nummern sie Schlösser öffnen können, die den Weg zum Gegengift freigeben. „Der Weg zum Ziel ist das eigentlich Spannende an dem Spiel“, sagt Spielleiter Lukas. Am Ende steht zwar als eine Art „Belohnung“ die Lösung des Falls. Aber die einzelnen Rätsel zu knacken sei die Würze des „Escape Rooms“, so Lukas.

Auch dafür ist Teamwork notwendig, denn jedes Mitglied der Gruppe kann seine individuellen Stärken einbringen. „Wir kommen immer besser miteinander aus“, sagt Kyra. „Das ist besser als Small Talk“, pflichtet ihr Rike bei. Die Mädchen halten zusammen, um gemeinsam ans Ziel zu kommen.


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