Ferien- und Freizeittipps 2018 Schnitzeljagd 2.0: Abenteuer Geocaching in und um Osnabrück

Von Lena Fischer

Ziel erreicht: Ein Geocacher hat vor dem Eingang eines Bunkers in einem Wald bei Tübingen einen Cache gefunden. Foto: dpa/Norbert FörsterlingZiel erreicht: Ein Geocacher hat vor dem Eingang eines Bunkers in einem Wald bei Tübingen einen Cache gefunden. Foto: dpa/Norbert Försterling

lf Osnabrück. Früher Schnitzeljagd, heute Geocaching – Bei der modernen Schatzsuche für Jung und Alt geht es darum, Rätsel zu lösen. Und gelegentlich führt einem die Suche an Orte, an die man sonst vielleicht niemals gekommen wäre. Ob alleine oder als Team, mit Handy oder GPS-Gerät – die Freizeitaktivität bietet jede Menge Abwechselung und einen Hauch von Abenteuer. Und kann an vielen Orten ausgeübt werden.

Moderne Schatzsuche

Geocaching ist eine Schatzsuche der modernen Art: Mit GPS-Gerät oder einfachem Handy mit GPS-Signal ausgestattet versucht man, einen Cache, also einen Behälter mit dem „Schatz“ zu finden. Cache bedeutet im Englischen „geheimes Versteck“. Versteckt werden die Dinge hauptsächlich von anderen Geocachern. Und der Schwierigkeitsgrad unterscheidet sich deutlich: Mal muss einfach nur ein vorgegebener Punkt angelaufen und dort der „Schatz“ gefunden werden, andere sind mit Rätseln gespickt und führen teilweise an verborgene oder vergessene Orte, an denen man sich vielleicht gar nicht aufhalten sollte.

Ganz klar, neben dem Umgang mit dem GPS-Gerät oder der entsprechenden App spielt der Nervenkitzel eine entscheidende Rolle. Aber auch für diejenigen, die Sightseeing mal auf eine andere Art erleben wollten oder die Natur erkunden möchten, eignet sich Geocaching gut. Im Cache befinden sich üblicherweise kleine „Schätze“, die von vorherigen Cachern hinterlegt wurden. Mitgenommen werden darf ein Gegenstand, wenn im Gegenzug ein neuer dazugelegt wird. Zum Schluss trägt man sich dann in ein Logbuch ein.

Viele Geocaching-Touren im Osnabrücker Land

Einen Hype erlebte das Geocachen vor etwa fünf Jahren, mittlerweile ist es etwa ruhiger darum geworden. Trotzdem: Im Internet sind auf diversen Geocache-Seiten viele Caches gelistet, die nur darauf warten, erkundet zu werden. So kann man dem Hobby nicht nur vor der eigenen Haustür, sondern auch im Urlaub nachgehen. Außerdem bieten die Portale in der Regel Infos zu Schwierigkeitsgrad, Bewertung anderer Schatzsucher und Hilfen, falls der Suchende mal gar nicht weiterkommt.

Wer nicht allein losziehen möchte, kann sich einer Tour anschließen: In Osnabrück werden unter anderem eine Altstadt-Tour, eine Nacht- und Gruseltour im Stadtwald Schölerberg oder eine Tour durch das Nettetal angeboten. Für diese kostenpflichtigen Touren ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn Personen. Die Dauer einer Tour liegt zwischen anderthalb und vier Stunden. Ähnliche Angebote gibt es auch an vielen anderen Orten.

Schatzsuche auch mit einfachem Handy möglich

Wer Geocachen nur mal ausprobieren will, hat mit einem modernen Handy eigentlich schon alles, was er braucht. Mit der Geocaching-App kann man sich nicht nur spontan unterwegs in die verschiedenen Verzeichnisse einloggen, dank GPS-Empfänger helfen die Geräte auch beim Anlaufen des Ziels. Wer allerdings auf den Geschmack gekommen ist oder ohnehin gerne unter freien Himmel unterwegs ist, wird sich früher oder später einen „richtigen“ GPS-Empfänger zulegen.

Interntportale

Die beiden Internetportale geocaching.com und www.opencaching.de sind die prominentesten Verzeichnisse in deutscher Sprache. Allein in und um Osnabrück gibt es laut Geocaching.com über 200 Caches zu entdecken. Geführte Routen in Osnabrück und Umgebung findet man unter anderem auf www.cache4you.de.