Orientierung im Alter Osnabrücker Seniorenwegweiser ist neu erschienen

Von Danina Esau

Ulrich Freisel und Anette Herlitzius mit dem aktuellen Seniorenwegweiser, der kostenlos in der Bürgerberatung und anderen städtischen Dienststellen erhältlich ist. Foto: Danina EsauUlrich Freisel und Anette Herlitzius mit dem aktuellen Seniorenwegweiser, der kostenlos in der Bürgerberatung und anderen städtischen Dienststellen erhältlich ist. Foto: Danina Esau

des Osnabrück . Gesund und aktiv ins Alter: Die neue Auflage des Osnabrücker Seniorenwegweisers ist da und informiert über Themen rund ums Älterwerden. Herausgegeben wird die Broschüre vom Seniorenbüro der Stadtverwaltung.

Mit einem moderneren Layout und neuen Rubriken möchten Ulrich Freisel, Leiter des Fachdienstes Bürgerberatung, und Anette Herlitzius, Fachkoordinatorin des Seniorenbüros, das Alter neu denken: „Senioren werden oft als krank und hilfebedürftig dargestellt. Das Altersbild hat sich aber völlig verändert, die meisten Senioren sind fit sind und aktiv“, sagt Freisel.

Die möglichen Stärken und Potenziale vieler älterer Menschen würden häufig unterschätzt. Aufgrund dessen würden sie von Bereichen wie Politik und Stadtentwicklung ausgeschlossen, obwohl bei ihnen durchaus Interesse bestehe, aktiv mitzuwirken.

Eineinhalb Jahre arbeitete Herlitzius mit ihren Kollegen an der fünften Ausgabe des Wegweisers. Für das Deckblatt wählten sie bewusst ein Bild, das die verschiedenen Facetten des Alters aufzeigt: Eine Frau im Rollstuhl, eine mit Rollator, aber auch Senioren, die keine offensichtlichen Beschwerden haben. „Wir wollen alle ansprechen – die, die auf Hilfe angewiesen sind, und die, die aktiv ihren Alltag allein gestalten“, sagt Herlitzius.

Der Wegweiser informiert in sechs Kapiteln über die Themen „Aktiv 60 plus“, Stadtentwicklung und Seniorenpolitik, Beratung, Wohnen im Alter, Hilfe und Pflege sowie über Finanzen und Recht. Es werden Angebote vorgestellt, durch die das Ruhestandalter aktiv und abwechslungsreich gestaltet werden kann. Zahlreiche Vereine und Stadtteiltreffs laden ein zum gemeinsamen Kaffeetrinken, Bewegen, Kartenspielen oder Reisen: „Die Lebensqualität vieler alter Menschen wird durch die Angebote bestimmt, die es in der Stadt gibt“, sagt die Fachkoordinatorin. Da bei einigen Senioren die Rente knapp ist, sind viele Angebote für kleines Geld zu haben.

Darüber hinaus gibt es Anregungen, wie sich ältere Menschen ehrenamtlich engagieren können. „Wir wissen, dass sich viele gern in die Stadtgesellschaft einbringen wollen. In der Rubrik ,Stadtentwicklung und Seniorenpolitik‘ werden die Möglichkeiten übersichtlich dargestellt.“ Auch in der Rubrik ,Wohnen im Alter‘ habe sich einiges getan: Häufig gingen Senioren davon aus, dass das Pflegeheim die einzige Option sei, wenn das Leben in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist. Dabei gebe es mittlerweile viele alternative Wohnformen, wie etwa Hausgemeinschaften oder Betreutes Wohnen.

Die Broschüre gibt es kostenlos in der Bürgerberatung, Bierstraße 32, sowie bei zahlreichen städtischen Dienststellen und im Internet. Tipps und Anregungen für künftige Auflagen sind erwünscht. Herlitzius: „Unsere Arbeit lebt auch von aktiver Beteiligung. Wir möchten alle, die sich nicht in dem Wegweiser wiederfinden, herzlich bitten, sich bei uns im Seniorenbüro zu melden. Die Telefonnummer lautet 0541/323-2122.“