Halbjahresbilanz: Neumarkt bleibt Sorgenkind Deutlich bessere Luft am Schlosswall, deutlich schlechtere am Neumarkt

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Die Verkehrsstation am Schlosswall maß im Juni lediglich einen geringen NO2-Wert. Foto: Jörn MartensDie Verkehrsstation am Schlosswall maß im Juni lediglich einen geringen NO2-Wert. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Verkehrsstation zur Messung der Luftqualität hat im Juni den geringsten Mittelwert des laufenden Jahres gemessen. Am Neumarkt hingegen hat sich die Luft wieder deutlich verschlechtert.

Vergleichbar geringe 32 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft (µg/m³) maß die Station am Schlosswall im Mittel im Juni, wie aus vorläufigen Zahlen des Lufthygienischen Überwachungssystems Niedersachsen hervorgeht. Das ist der mit Abstand geringste Wert in diesem Jahr. 

Bereits im Mai hatte die Station relativ geringe 36 Mikrogramm gemessen.

Neumarkt bleibt das Sorgenkind

Neue Zahlen vom Neuen Graben (Neumarkt) für den Juni zeigen hingegen: Er bleibt das Sorgenkind. In der ersten Maihälfte maß der Passivsammler 49,5 Mikrogramm, in der zweiten Maihälfte 52,6 Mikrogramm.

Halbjahresbilanz

Von Januar bis einschließlich Juni betrug der Mittelwert am Schlosswall 40 und am Neumarkt 49,2 Mikrogramm. Die EU begrenz den Jahresmittelwert auf 40 Mikrogramm. Während am Schlosswall derzeit also Hoffnung besteht, dass der Jahresmittelgrenzwert dort erstmalig eingehalten wird, ist der Ausblick für den Neumarkt weiterhin düster. Und die EU-Vorgabe lautet: Nirgends darf der Grenzwert überschritten werden.

Keine Erklärung für die guten Werte

Überall im Land maßen die Verkehrsstationen teilweise deutlich geringere Wert als in den Vormonaten – selbst die Station auf den Ostfriesischen Inseln. Auf die Ferien kann der niedrige Wert nicht zurückgeführt werden, denn die Sommerferien begangen erst am 28. Juni. Das für die Messungen zuständige Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim schaute sich die Werte auf Anfrage unserer Redaktion genauer an, hat aber keine Erklärung für die teilweise deutlich geringeren Werte im Juni.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verlangt die zeitnahe Einhaltung des Grenzwerts und droht mit einer Klage. Sie pocht auf Dieselfahrverbote.

Schlechte Luft, drohende Klagen, Dieselfahrverbote? Fragen und Antworten zum Thema finden Sie hier.


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