So war die Premiere Was Cirkus Krone in seiner Show zu bieten hat

Von Julia Schächtele

Premierenvorstellung bei Cirkus Krone in Osnabrück. Foto: Michael GründelPremierenvorstellung bei Cirkus Krone in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

schae Osnabrück. Alle reden vom Elefanten-Sturz in der Manege, kaum einer über das Programm, das Cirkus Krone eine Woche lang in Osnabrück zeigen wird.

54 Artisten aus zwölf Ländern Nationen machen die „Evolution“-Show von Cirkus Krone zu einer Reise um die Welt. Zu Beginn der Premierenvorstellung am Mittwoch tanzten sie in ihren ausgefallenen Kostümen nacheinander über den roten Teppich der Manege, um sich dem Publikum vorzustellen. Den Auftakt machte eine Gruppe mongolischer Artisten, bei denen sich alles um das Seilspringen drehte. Mal hüpften sie drei Seilen gleichzeitig, mal sprangen sie als Turm aus drei Künstlern, die einander auf den Schultern standen. Das Publikum quittierte die Vorführung mit reichlich Applaus.

Tiere sind ein wichtiger Bestandteil des Programms. Bunt gefiederte Aras, Kakadus und Mini-Papageien flogen unter der Kuppel des Zeltes umher. Einige Kinder aus dem Publikum durften Reifen halten, durch die die Vögel zielgenau hindurchflatterten. Rhythmus, Musik und Bewegung brachte Atmosphäre in das Zirkuszelt. Zwei Paare führten schwungvolle Tänze vor, zehn Tänzerinnen versetzten das Publikum mit Tamburinen und Folkloremusik in Stimmung.

Zum Zirkus gehören zahlreiche Pferde. Sie ritten flott im Kreis, trabten ausdrucksvoll durch die Manege und machten kleine Kunststücke. Erst präsentierten sich eine Gruppe von Schimmeln, anschließend zehn schnelle schwarze Tiere. Ein kleiner Zaubertrick unterhielt das Publikum, während in der Manege eines der Highlights aufgebaut wurde: ein zehn Meter hohes Riesenrad. Dieses drehte sich samt der beiden südamerikanischen Künstler um die eigene Achse. Mit Schwung sprang einer der Artisten während der Rotation Seil und krönte seinen Auftritt mit einem Salto.

Nach der Pause war die Manege zu einem großen Metallkäfig umgebaut. Im Käfig waren etwa 20 weiße und goldfarbene Löwen und Tiger bereit. Angeleitet vom Dompteur Martin Lacey Jr. sprangen sie im Kreis, zeigten kleine Kunststücke und beeindruckten das Publikum mit ihrer bloßen Anwesenheit. Artisten, die von Trapez zu Trapez flogen sowie der Auftritt des Nashorns rundeten das Programm ab.