Zahlreiche Proberäume entstehen Speicher am Osnabrücker Hafen werden zum Kreativquartier

Die zwei noch verbliebenen Speicher am Hafen sind verkauft. Vier Unternehmer aus Osnabrück und Umgebung wollen dem Viertel neues Leben einhauchen. Archivfoto: Michael HehmannDie zwei noch verbliebenen Speicher am Hafen sind verkauft. Vier Unternehmer aus Osnabrück und Umgebung wollen dem Viertel neues Leben einhauchen. Archivfoto: Michael Hehmann
Michael Hehmann

Osnabrück. Osnabrücks Kulturdezernent Wolfgang Beckermann hat am Mittwoch den Bauantrag von den Geschäftsführern der Osnabrücker Speicher GbR für einen der beiden alten Speicher am Hafen erhalten. Schon Ende des Jahres soll im „lauten Speicher” neues Leben einziehen.

Die Speicher GbR hatte die zwei Betonkolosse aus den 30er-Jahren an der Elbestraße von Erschließungsgesellschaft ESOS gekauft, einer hundertprozentigen Tochter der Stadtwerke. Sie standen seit dem Abzug der Briten leer. Die Köpfe der d

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Die Geschichte der Speicher

In den 30er-Jahren hatte Hitler in Deutschland nahezu baugleiche Heeresverpflegungslager errichten lassen – als Vorbereitung auf den geplanten Krieg. Fünf dieser Speicher entstanden in Reih und Glied am Stichkanal sowie eine Getreidemühle und eine Bäckerei.

Als die Briten das Kommando in der Winkelhausenkaserne das Kommando übernahmen, ließen sie einen Speicher abreißen. Vier Speicher dienten ihnen als Möbellager, Büro, Mannschaftsräume und Casinos.

Zwei der verbliebenen vier Speicher ließ die ESOS 2016 abreißen, obgleich sie unter Denkmalschutz standen. Das Areal wurde als Containerumschlagsplatz benötigt. Ursprünglich sollte sogar ein dritter Speicher abgerissen werden, letztlich wurde er erhalten.

Hinter dem Erwerb der beiden 60 Meter langen und fünf Stockwerke hohen Getreidespeicher aus der NS-Zeit steckt die Speicher GbR, gegründet von vier Unternehmern aus Osnabrück und Umgebung: Matthias Folkers, Vorstand der Osnabrücker Pion Technology AG und Gründer von Billsafe (2011 von Paypal gekauft), Martina Bensmann-Krebs, Geschäftsführerin der Wellentaucher Beratungsgesellschaft in GMHütte (www.meinesauna.de), sowie Max und Benedictus Lingens. Die Brüder sind die Geschäftsführer der Corso Sauna Manufaktur aus Bramsche-Hesepe. 

Weitere Informationen zu den Speichern sind auf der Internetseite der Speicher GbR www.speicher-osnabrueck.de zu finden.

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